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Österreich könnte bei Leiterplattenhersteller AT&S einsteigen

(Bloomberg) -- Beim österreichischen Leiterplattenhersteller AT&S könnte der Staat mit einem Anteil von 25% einsteigen. Der steirische Betrieb ist in Gesprächen über eine Kapitalerhöhung in Höhe von 50% des Grundkapitals, an der sich die Staatsholding Öbag beteiligen könnte. An der Wiener Börse brachen AT&S ein.

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Die angestrebte Kapitalspritze sei zur “Unterstützung der weiteren Unternehmensentwicklung” bestimmt, teilte AT&S mit, ohne dabei weiter ins Detail zu gehen. Die Öbag würde sich so an der Kapitalerhöhung beteiligen, dass sie am Ende 25% plus eine Aktie an der AT&S halten würde. Auch mit anderen potentiellen neuen Investoren gebe es Gespräche, so AT&S.

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Die Kapitalmaßnahmen sind noch von Beschlüssen der Gremien und den Marktbedingungen abhängig. AT&S ist derzeit an der Börse rund 1 Milliarde Euro wert. Am Dienstag ging es für die Anteilsscheine wegen der Aussicht auf Verwässerung allerdings steil bergab — bis zu 18% fiel der Wert in Wien, ein Absturz wie zuletzt am Höhepunkt der Finanzkrise 2008. Zuletzt grenzten sich die Verluste auf 13% wieder ein wenig ein.

“Wir denken, dass diese Kapitalerhöhung ausreichen sollte, um die Liquiditäts- und Refinanzierungsprobleme der AT&S zu lösen”, sagt Oddo BHF-Analystin Melek Laabidi in einer ersten Einschätzung. “Aber sie wird für die Aktionäre einen starken Verwässerungseffekt haben.”

Hauptaktionäre der AT&S sind derzeit zwei Privatstiftungen, unter anderem die des ehemaligen Finanzministers Hannes Androsch. Beide halten zusammengenommen rund 36% der AT&S. Die Öbag — mit vollem Namen Österreichische Beteiligungs-AG — verwaltet die Staatsanteile der Republik Österreich an Unternehmen wie der Telekom Austria und dem Öl- und Gaskonzern OMV. AT&S war bis zur ihrer Privatisierung im Jahr 1994 schon im Besitz der Öbag-Vorläuferin ÖIAG.

Mit der aktiven Investition in ein neues Unternehmen betritt die Holding Neuland, ein Schritt, der erst durch eine Gesetzesänderung im Jahr 2018 möglich wurde. Darin erhielt die Öbag die Möglichkeit, Anteile an privaten Unternehmen zu erwerben, wenn dies in einem recht weit gefassten nationalen Interesse liegt. In den Jahrzehnten davor waren Öbag und zuvor die ÖIAG vor allem mit Privatisierungen beschäftigt gewesen. Einzige Ausnahme waren die Not-Übernahmen von Banken wie der Kommunalkredit und der Hypo Alpe-Adria im Rahmen der Finanzkrise.

Die Öbag bestätigte auf Anfrage Gespräche mit AT&S, wollte sich jedoch darüber hinaus nicht äußern. AT&S betreibt Standorte in Österreich, China, Indien und Korea und errichtet derzeit für rund 2 Milliarden Euro eine neue Fabrik in Malaysia. AT&S will einer der drei größten Hersteller von Substraten für die Herstellung von Hochleistungschips werden.

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©2023 Bloomberg L.P.