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Arbeitsminister Heil: Krise noch nicht vorbei

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BERLIN (dpa-AFX) - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht trotz positiver Entwicklung am Arbeitsmarkt die Krise noch nicht überwunden. Es handele sich um die "tiefste Wirtschaftskrise unserer Generation", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. Diese werde Folgen bis ins nächste Jahr haben, bis die Wirtschaft wieder durchstarten könne. "Und deswegen ist es wichtig, bei aller Freude darüber, dass sich der Arbeitsmarkt jetzt leicht stabilisiert und langsam wieder in Fahrt kommt, dass wir im Winter die Pandemie im Griff behalten und am Arbeitsmarkt mit dem Instrument der Kurzarbeit weiter dafür sorgen, Brücken zu bauen."

In vielen Branchen gebe es nach wie vor wirtschaftliche Schwierigkeiten, sagte Heil. Die Corona-Krise beschleunige zudem den Strukturwandel etwa in der Industrie oder im Maschinenbau. Weiterbildung sei der Schlüssel dafür, dass Deutschland langfristig wettbewerbsfähig bleibe und möglichst viele Menschen in Beschäftigung blieben. "Gerade die Zeit von Kurzarbeit kann sinnvoll für Weiterqualifizierung genutzt werden."

Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg hatte am Mittwoch die Arbeitslosenzahlen für September vorgelegt. Demnach waren 108 000 weniger Menschen ohne Job als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenzahl lag bei 2,847 Millionen und damit allerdings um 613 000 höher als vor einem Jahr. Die Zahl der Kurzarbeiter ist nach Angaben der Bundesagentur weiter zurückgegangen. Im Juli wurde demnach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Mittwoch für 4,24 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld gezahlt. Im Juni waren es neuesten Hochrechnungen der Arbeitsagentur zufolge noch 4,6 Millionen Kurzarbeiter. Der bisherige Höchststand war im April mit 5,95 Millionen erreicht worden.