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Ich arbeite als Pastor – nebenbei erstelle ich Pitchdecks mit Chat GPT und verdiene damit bis zu 2800 Euro in der Woche

Larry Lundstrom ist eigentlich Pastor, nebenbei macht er Geld mit Chat GPT. - Copyright: Larry Lundstrom
Larry Lundstrom ist eigentlich Pastor, nebenbei macht er Geld mit Chat GPT. - Copyright: Larry Lundstrom

Ich habe die meiste Zeit meiner Karriere mit einer ziemlich eigenwilligen Berufsbezeichnung verbracht: Innovationspastor.

Es gibt nur wenige von uns im ganzen Land – eigentlich auf der ganzen Welt. Ich bin ein ordinierter Pastor, führe also Trauungen und Beerdigungen durch und halte Predigten.

Aber ich habe auch Jahre damit verbracht, Marketingkampagnen zu entwickeln, Websites zu erstellen und die Designabteilung der Kirche zu leiten.

Ich verbringe etwa 40 bis 60 Stunden pro Woche als Pastor, und den größten Teil dieser Zeit verwende ich auf die Vorbereitung meiner wöchentlichen Predigt.

Aber weitere 10 bis 20 Stunden verbringe ich mit kreativen Nebenprojekten. Oft geht es dabei um die Erstellung von Pitch Decks, Logos oder Websites für Unternehmen. Zu meinen Kunden gehören Unternehmen wie SpaceX von Elon Musk.

Jahrelang waren Microsoft PowerPoint und Adobe InDesign meine Standardwerkzeuge. Jetzt verlasse ich mich bei meiner kreativen Arbeit auf Künstliche-Intelligenz-Tools wie den neuen Chatbot Chat GPT und das Storytelling-Tool Tome.

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Diese Tools lohnen sich, wenn sich nicht auf sie als Abkürzungen verlässt. Letzten Endes ist es wichtig, dass man bei seiner Arbeit dem treu bleibt, was man ist.

Alles kommt auf die "Schöpfung" zurück

Ich bin in einem gläubigen Haushalt aufgewachsen. Meine Großmutter und meine Mutter waren gläubige Frauen, aber sie haben es mir nicht aufgezwungen.

Es war meine Entscheidung, an Gott zu glauben.

Ich entschied mich zu glauben, dass jemand die Berge geschaffen hat, dass jemand unsere Fähigkeit zu sehen geschaffen hat – und dass jemand unsere Fähigkeit zu erschaffen geschaffen hat.

Es ist lustig, wie alles auf diese Idee der Schöpfung zurückgeht. In gewisser Weise ist die Schöpfung ein zentrales Thema in meinem ganzen Leben gewesen. Ich habe mich immer als Schöpfer gesehen, als Künstler eigentlich.

Ich entwerfe schon seit der Highschool Logos und Grafiken. Im College habe ich angefangen, Websites zu erstellen, und bald war ich auch darin ziemlich gut.

Doch die Verbindung zwischen meinem Glauben und meiner Arbeit wurde erst deutlich, als ich Vater wurde. Als mein Sohn Colby gerade drei Jahre alt war, hörte er aus heiterem Himmel auf zu laufen.

Ein paar Wochen später wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert. Elf Tage später starb er.

Es war einer dieser Momente, in denen die Zeit stehen blieb und sich meine Prioritäten plötzlich änderten. Mir wurde klar, dass ich die gleiche Arbeit, die ich für die Kirche gemacht hatte, auch in einer Marketingfirma machen könnte. Also verließ ich die Unternehmenswelt. Und ein neues Kapitel begann.

Carlos Link-Arad
Carlos Link-Arad

KI-Tools haben helfen bei meiner Arbeit

Larry Lundstrom und seine Frau Myra vor ihrem Haus in Arkansas (USA). - Copyright: Larry Lundstrom
Larry Lundstrom und seine Frau Myra vor ihrem Haus in Arkansas (USA). - Copyright: Larry Lundstrom

Nachdem ich jahrelang alles Mögliche entworfen habe, von Websites bis hin zu College-Football-Logos, beschränkt sich meine kreative Arbeit jetzt auf die freiberufliche Tätigkeit.

Ich nutze Websites wie Upwork, um für meine Fähigkeiten zu werben. Außerdem habe ich Kunden, die ich im Laufe meiner Karriere aufgebaut habe und die immer noch Projekte bei mir in Auftrag geben.

Vor den Anfängen der KI-Tools hätte ich wahrscheinlich eine Woche – ganze 40 Stunden – gebraucht, um ein Pitch Deck von Anfang bis Ende zu erstellen.

Jetzt kann ich ein Deck in der Hälfte dieser Zeit zusammenstellen. KI-Tools haben meinen kreativen Prozess effizienter gemacht. Ich verbringe mehr Zeit mit den Aspekten meiner Arbeit, die für meinen Kunden oder mein Publikum den größten Unterschied machen.

Ich verlange zwischen 500 und 1.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 950 Euro) für ein Deck und erstelle zwei bis drei pro Woche.

Für mich geht es aber nicht wirklich ums Geld. Es geht darum, einen Nebenjob zu haben, der mich finanziell stabil hält und mir die Möglichkeit gibt, mich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist: kreativ zu bleiben.

Dieser Artikel wurde von Luca Schallenberger aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.