Werbung
Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 24 Minuten
  • Nikkei 225

    39.599,00
    -464,79 (-1,16%)
     
  • Dow Jones 30

    40.415,44
    +127,91 (+0,32%)
     
  • Bitcoin EUR

    61.945,46
    -524,35 (-0,84%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.382,13
    -23,21 (-1,65%)
     
  • Nasdaq Compositive

    18.007,57
    +280,63 (+1,58%)
     
  • S&P 500

    5.564,41
    +59,41 (+1,08%)
     

Anleger warten auf US-Notenbank und Europäische Zentralbank

Helmut Fricke/dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einer Phase mit wenig Dynamik könnte der Dax in der neuen Woche wieder in Schwung kommen. Mit den Zinsentscheiden der US-Notenbank Fed am Mittwoch und der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag stehen frische Impulse an, auf welche die Anleger sehnlichst zu warten scheinen. Der deutsche Leitindex hatte zuletzt um 16.000 Punkte gependelt, konnte sich damit aber immerhin auf hohem Niveau halten.

Steigende Anleiherenditen hatten den Investoren jüngst die Lust auf Aktien etwas vermiest. Der Markt setzt auf weiter steigende Leitzinsen zumindest bei der EZB - umso mehr, nachdem die australische und die kanadische Notenbank bereits mit Zinserhöhungen überrascht hatten. Mit Blick auf die Fed ist es ungewiss, ob sie eine Zinspause einlegt.

«Eigentlich müsste die US-Notenbank den Leitzins anheben, denn die Finanzierungsbedingungen sind dank starker Aktienmärkte und niedriger Spreads von Unternehmensanleihen sehr locker, der Arbeitsmarkt ist stark und die Kerninflation immer noch viel zu hoch», kommentierte Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management.

Fed-Sizung am Mittwoch

Wahrscheinlich werde die Fed auf ihrer Sitzung am Mittwoch aber erst einmal eine Zinspause einlegen, da die Datenlage zuletzt eher widersprüchlich gewesen sei. Sie dürfte aber die Möglichkeit einer Leitzinserhöhung im Juli ins Spiel bringen, ergänzte Walk.

WERBUNG

Schon am Dienstag, also noch vor dem Zinsentscheid der Fed, werden die US-Verbraucherpreise für Mai veröffentlicht. Die US-Inflation war im April auf 4,9 Prozent gesunken. Details zur Inflation in der Eurozone im Mai stehen am Freitag auf der Agenda. Ersten Schätzungen zufolge ist die Jahresrate von 7,0 Prozent im Vormonat auf 6,1 Prozent gefallen.

Von der EZB erwarten die Analysten auf dieser Basis in jedem Fall noch weitere Zinserhöhungen. «In Europa wird die Europäische Zentralbank wohl noch zweimal anpassen», schrieb Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Dann sei aber die Zinsschraube fest genug angezogen, um die Inflation in den kommenden Quartalen in den Griff zu bekommen.

Hypes um Künstliche Intelligenz

Ein genaueres Bild zur Lage der Wirtschaft in Europa und Deutschland zeichnen im Wochenverlauf diverse Konjunkturdaten: Am Dienstag werden die ZEW-Konjunkturerwartungen für Juni veröffentlicht, am Mittwoch stehen Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone im April an.

Die deutsche Industrie konnte ihre Produktion im April leicht ausweiten, zog aber weniger neue Aufträge an Land. «Zuletzt enttäuschten die Auftragseingänge und der Pessimismus in der Industrie nahm weiter zu», bilanzierten die Experten der Helaba.

Unternehmensseitig dürfte es weiterhin ruhiger zugehen. Weltweit standen zuletzt vor allem Technologieaktien im Zuge des Hypes um Künstliche Intelligenz im Fokus. Einige Kurskapriolen könnten am kommenden Freitag auf die Anleger zukommen. Am großen Verfallstag laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. Aktienkurse und auch Indizes können dann auch ohne wesentliche Unternehmens- oder Konjunkturnachrichten spürbar schwanken.