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Anleger handeln weniger rege an Deutscher Börse

Etwas weniger Handelsumsätze zählt die Deutsche Börse für das Jahr 2019 im Vorjahresvergleich. Damals herrschten heftige Kursschwankungen.

2019 war das drittstärkste Jahr seit 2009 an der Frankfurter Börse. Foto: dpa

Anleger haben 2019 im Tagesgeschäft weniger mit Wertpapieren an der Deutschen Börse gehandelt als im Vorjahr. Der Orderbuchumsatz am Kassamarkt lag bei 1,5 Billionen Euro, wie der Dax-Konzern diesen Donnerstag in Frankfurt berichtete. Das waren fast 13 Prozent weniger als im Jahr 2018 (1,72 Billionen Euro). Damals hatten heftige Kursschwankungen den Handelsumsatz auf den höchsten Stand seit der globalen Finanzkrise 2008 getrieben.

2019 hat der deutsche Leitindex Dax ebenfalls Turbulenzen hinter sich, bescherte Anlegern aber mit einem Plus von mehr als 25 Prozent ein sehr gutes Börsenjahr. Die Deutsche Börse erfasst für ihre Kassamarkt-Statistik Aktien, Anleihen, Fonds und Zertifikate an den Handelsplätzen Xetra, Börse Frankfurt und Tradegate.

Am Kassamarkt werden Wertpapiergeschäfte getätigt, bei denen Ausführung und Erfüllung eines Auftrags zeitlich eng beieinander liegen. Anders ist es auf dem sogenannten Terminmarkt, an dem etwa Rohstoffe gehandelt werden.

Die beliebtesten Aktien im deutschen Leitindex Dax waren 2019 die Anteilsscheine von SAP, Wirecard und Siemens. Bei den mittelgroßen Werten im MDax war das Handelsvolumen bei der Commerzbank am größten, im Kleinwerte-Index SDax lag die Elektrotechnikfirma Aixtron vorn.

Für die Deutsche Börse sind starke Kursschwankungen gut: Sie verdient besser, wenn Wertpapiere schnell zwischen Investoren wechseln. Trotz des Rückgangs beim Orderbuchumsatz war es für die Deutsche Börse das drittstärkste Jahr seit 2009, wie es hieß. Die Geschäftszahlen für das Jahr 2019 stellt der Dax-Konzern am 18. Februar vor.