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Alles auf Abstand - Sondergipfel in Zeiten von Corona

·Lesedauer: 1 Min.

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Abstand, Abstand, Abstand und kein Händeschütteln: Die Vorbereitungen für den EU-Sondergipfel ab Freitag laufen auf Hochtouren. Damit sich Kanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs in Zeiten des Coronavirus nicht zu nahe kommen, legten die Organisatoren im Brüsseler Europa-Gebäude die Wege neu an, wie EU-Beamte am Mittwoch mitteilten. Statt recycelter Luft, werden die Teilnehmer bei den Milliarden-Verhandlungen um den Corona-Aufbauplan gefilterte Frischluft atmen. Kann der Abstand einmal nicht eingehalten werden, heißt es für die Teilnehmenden: Maske aufsetzen.

Auch die gemeinsamen Verhandlungen werden anders als gewohnt in sicherer Distanz abgehalten. 32 Vertreter der Delegationen mit jeweils vier bis fünf ihrer engsten Mitarbeiter werden in einem Raum (850 Quadratmeter) - etwas größer als ein Handball-Spielfeld - Platz nehmen. Üblicherweise fasst der Raum rund 330 Menschen.

Gegen mögliche Corona-Infektionen ist der Europäische Rat ebenfalls gewappnet. So stehe für alle Fälle ein Arzt bereit, hieß es. Wer Covid-19-Symptome zeige, müsse sofort die Sitzung verlassen. Ist ein Staats- und Regierungschef betroffen, kann er einen anderen damit beauftragen, ihn bei möglichen Abstimmungen zu vertreten. Ein Minister des betroffenen EU-Staates darf in diesem Fall nicht einspringen.

Bei dem Sondergipfel geht es unter anderem um den Vorschlag der EU-Kommission, 750 Milliarden Euro an den Finanzmärkten aufzunehmen und das Geld dann in ein Konjunktur- und Investitionsprogramm zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise zu stecken. Zudem wird eine Einigung über den kommenden siebenjährigen EU-Finanzrahmen angestrebt.

Der Gipfel ist für zwei Tage angesetzt. Es wird das erste Mal seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie sein, dass sich die EU-Staats- und Regierungschefs wieder persönlich in Brüssel treffen.