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Aktien Wien Schluss: Klare Gewinne nach US-Arbeitsmarktdaten

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Freitag mit starken Gewinnen geschlossen. Der ATX <AT0000999982> stieg um 2,88 Prozent auf 2891,46 Punkte. Angetrieben wurde der Index vor allem von den Kursgewinnen des Ölkonzerns OMV <AT0000743059> von mehr als sieben Prozent. Der breiter gefasste ATX Prime legte um 2,76 Prozent auf 1465,21 Zähler zu. Auch an anderen Börsen ging es in Reaktion auf den am Nachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht für August stark nach oben.

Der Bericht zeigte eine deutliche Abschwächung des Tempos beim Jobaufbau und wurde an den Märkten mit Erleichterung aufgenommen. Denn damit dürfte auch der Druck auf die US-Notenbank Fed, ihre Zinsen kräftig zu erhöhen, zumindest nicht noch weiter gestiegen sein.

Die US-Notenbank macht ihre Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation auch von einer soliden Lage am Arbeitsmarkt abhängig, der Bericht war angesichts der zuletzt kursierenden Zinsängste mit Spannung erwartet worden.

Auch wenn das Tempo am Arbeitsmarkt etwas nachgelassen hat, bleibt der gemeldete Stellenzuwachs für die laufende Phase des Konjunkturzyklus aber weiter kräftig, so die Commerzbank-Analysten. Sie halten daher an ihrer Prognose einer Zinserhöhung um 75 Basispunkte fest. Auch die Analysten der Unicredit <IT0004781412> sehen mit den Zahlen grünes Licht für einen Zinsschritt in diesem Ausmaß im September.

Stark gesucht waren in Wien vor allem OMV-Aktien und fanden sich mit einem Plus von 7,6 Prozent an der Spitze im Prime Market. Gute Nachfrage und Kursgewinne zwischen 3 und 4 Prozent gab es auch in den Schwergewichten Erste Group <AT0000652011>, Voestalpine <AT0000937503> und Wienerberger <AT0000831706>. Andritz <AT0000730007> legten um 2,6 Prozent zu. Größere Abgaben gab es bei Semperit (minus 2,7 Prozent) und Palfinger <AT0000758305> (minus 2,3 Prozent).

Die Verbund-Aktie legte um 0,9 Prozent zu, konnte sich damit aber nur geringfügig von ihren zuletzt starken Verlusten erholen. Auf Wochensicht liegt die Aktie knapp 20 Prozent im Minus. Die Analysten der Erste Group sehen die Verluste vor dem Hintergrund fallender Strompreise und der turbulenten Nachrichtenlage rund um die den angeschlagenen Versorger Wien Energie.