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Aktien Wien Schluss: Banken und Versicherer unter Druck

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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag klar im Minus geschlossen. Der österreichische Leitindex ATX gab um 1,13 Prozent auf 2193,72 Punkte nach. Die anfänglich noch moderaten Abschläge weitete er im Späthandel aus, nachdem die US-Börsen mehrheitlich ebenfalls im Minus gestartet waren. Der breiter gefasste ATX Prime gab in einer ähnlichen Größenordnung 1,09 Prozent auf 1122,81 Einheiten ab.

Steigende Covid-19-Infektionszahlen schürten europaweit Konjunktursorgen. Zudem blieben Fortschritte bei den Verhandlungen um ein US-Konjunkturpaket weiter aus, was die Stimmung ebenfalls trübte. Von den veröffentlichten Daten kam auch keine Unterstützung. So haben sich die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten gemessen am Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Oktober überraschend deutlich eingetrübt.

Die am Nachmittag veröffentlichen US-Verbraucherpreisdaten fielen dagegen wie erwartet aus. Die Inflationsrate lag im September im Jahresvergleich bei 1,4 Prozent und damit leicht höher als im Vormonat. Im August hatte sie 1,3 Prozent betragen.

Auf Unternehmensseite legte der Flughafen Wien Verkehrsergebnisse vor. Diesen zufolge lag das Passagieraufkommen der Unternehmensgruppe an den drei Standorten Wien, Malta und Kosice mit 702 984 Reisenden um 81,5 Prozent unter den Zahlen des Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Aktien beendeten den Handelstag mit einem deutlichen Minus von 1,81 Prozent.

Der ATX wurde wie schon am Vortag hauptsächlich von einer Kursschwäche der schwergewichteten Bankaktien belastet. Die Papiere der Raiffeisen Bank International verloren 2,66 Prozent, die Titel der Erste Group gaben um 2,41 Prozent nach und Anteilsscheine der BAWAG fielen um 1,52 Prozent.

Bei den heimischen Versicherern fielen die Abschläge sogar noch etwas stärker aus. Die Aktien der UNIQA rutschten mit einem Minus von 3,79 Prozent ans ATX-Ende ab und die Titel der Vienna Insurance Group (VIG) büßten ebenfalls sehr deutliche 2,72 Prozent ein.

Dem schwachen Umfeld entziehen konnte sich vor allem die Anteilsscheine von Do&Co mit einem satten Plus von 4,78 Prozent. Gut gesucht waren auch die Post-Aktien mit einem Kurszuwachs von 1,58 Prozent. Leicht aufwärts ging es für die Andritz-Aktien, die um 0,33 Prozent zulegten und damit nach ihrem starken Vortag weiter stiegen. Am Montag hatten sie mehr als vier Prozent dazugewonnen.