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Aktien Frankfurt: Verluste bei Bankaktien trüben Rekordstimmung an der Börse

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Montag nach Erreichen eines Rekordhochs an Schwung eingebüßt. Nachdem sich der deutsche Leitindex im frühen Handel noch zu einer Bestmarke von knapp 14 835 Punkten aufgeschwungen hatte, stand gegen Mittag nur noch ein Plus von 0,17 Prozent auf 14 774,46 Punkte zu Buche. Deutliche Verluste bei den Aktien der Deutschen Bank trübten das positive Bild.

"Der Dax beweist erneut eine erstaunliche Stabilität gegenüber negativen Nachrichten", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Marktes. Das Versprechen von US-Präsident Joe Biden einer noch schnelleren Impfung der Bevölkerung sei genau das, was die Investoren hören wollten, die jetzt in Value-Aktien investiert haben, fuhr Stanzl fort.

Derweil bleibt die Corona-Lage hierzulande angespannt. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner stieg laut Robert Koch-Institut weiter. Zudem hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) allen geplanten Lockerungen und Modellprojekten in der Pandemie angesichts der dritten Corona-Welle eine klare Absage erteilt. In der ARD-Sendung "Anne Will" übte sie massiven Druck auf die Länder aus, um diese zum Umsetzen der Notbremse und noch schärferer Maßnahmen zu bewegen. Merkel deutete auch an, dass der Bund tätig werden könnte, wenn die Länder nicht die nötigen Maßnahmen ergreifen sollten.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Werte stand minimal im Minus bei 31 573,32 Punkten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> ging es um 0,2 Prozent nach oben.

Mit Blick auf die Finanzwerte <EU0009658806> stimmte Börsianer europaweit besorgt, dass ein Zahlungsausfall beim US-Hedgefonds Archegos Capital mehreren Großbanken laut Insidern teuer zu stehen kommen könnte. Die Credit Suisse <CH0012138530> warnte vor möglicherweise hohen Verlusten, nachdem ein bedeutender Hedgefonds mit Sitz in den USA in der vergangenen Woche Nachschussforderungen der schweizerischen Bank nicht nachgekommen sei. Die zweitgrößte Schweizer Bank und eine Reihe anderer Institute zögen sich nun aus den Positionen zurück. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg und anderen Medien handelt es sich bei dem Hedgefonds um Archegos Capital.

Neben der Credit Suisse warnte auch die japanische Bank Nomura <JP3762600009> vor einem womöglich erheblichen Verlust. Zu den betroffenen Banken gehören laut den Medienberichten auch Goldman Sachs <US38141G1040>, Morgan Stanley <US6174464486>, Deutsche Bank <DE0005140008> und UBS <CH0244767585>, die alle als sogenannte Prime Broker für Archegos tätig waren.

In Zürich knickten die Anteilsscheine der Credit Suisse um knapp 14 Prozent ein. Hierzulande büßten die Aktien der Deutschen Bank als deutliches Schlusslicht im Dax rund 5 Prozent ein. Am MDax-Ende fielen die Papiere der Commerzbank <DE000CBK1001> um fast 2 Prozent.

Die Turbulenzen in der Bankenbranche dürften sich derweil laut dem Marktstratege Stephen Innes vom Handelshaus Axi kaum auf die Gesamtwirtschaft ausweiten. Es handele sich hier um einen Einzelfall eines schlechten Risikomanagements, der letztendlich nur wenige oder gar keine dauerhaften makroökonomischen Auswirkungen haben dürfte.

Unter den Favoriten im MDax gewannen derweil die Anteilsscheine von Telefonica Deutschland <DE000A1J5RX9> fast zwei Prozent. Beim Ausbau seines Mobilfunknetzes in dem neuen Funkstandard 5G macht das Unternehmen Fortschritte, und in den kommenden Monaten will die Firma das Tempo deutlich anziehen.

Am Ende des Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> sackten die Papiere von Leoni <DE0005408884> um rund acht Prozent ab. Der Ausblick des Autozulieferers auf das laufende Jahr sei schwächer als erwartet gewesen, schrieb Analyst Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan. Daraus folgerte Asumendi zusätzlichen Druck auf die Bilanz des Unternehmens und die Liquidität zum Ende des Jahres. Das lasse Leoni nur wenig Spielraum für Fehler./la/fba

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---