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Aktien Frankfurt Eröffnung: Anleger verhalten - Dax vor starkem Oktober-Fazit

FRANKFURT (dpa-AFX) -Nach der starken Vorwoche gehen die Anleger am Montag etwas vorsichtiger in das Monatsfinale. Am letzten Oktober-Handelstag kann der Dax DE0008469008 zunächst nichts mehr aufsatteln, nachdem er sich in diesem Monat bislang um mehr als 9 Prozent erholt hat. Der Leitindex bewegte sich in der ersten Handelsstunde um seine Gewinnschwelle, zuletzt gab er knapp um 0,04 Prozent auf 13 237,41 Punkte nach. Während der EuroStoxx auch ganz knapp im Minus lag, gewann der MDax DE0008467416 0,43 Prozent auf 23 754,03 Zähler hinzu.

Dank der meist hilfreichen internationalen Vorgaben - mit der positiven Wall Street und Kursgewinnen in Tokio im Rücken - gelang dem Dax am Montag zwar zwischenzeitlich ein knapper weiterer Höchststand seit Mitte September. Für mehr als die 13 260 Punkte reichte es aber nicht. Grundsätzlich bleiben die Experten der Credit Suisse denn auch weiter vorsichtig für Aktien angesichts nachlassender Wachstumsdynamik bei steigenden Zinsen.

Auch charttechnisch bleiben Experten trotz des starken Oktobers nach wie vor skeptisch. Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel glaubt, dass die aktuelle Tendenz noch den beiden bisherigen Bärenmarkt-Rallys im August und Oktober ähnelt. "Es bedarf weiterhin Notierungen oberhalb der 13 300 Punkte, um den besagten Abwärtsmodus wirklich zu verlassen", so der Experte.

Anders als befürchtet wurden die Aktien von Fresenius DE0005785604 und FMC DE0005785802 zu einer Stütze für den Dax, obwohl der Medizinkonzern und seine Dialyse-Tochter am Sonntag wegen des derzeit schwierigen Konjunkturumfelds erneute Prognosesenkungen aussprachen. Es wurde aber schnell klar, dass diese längst eingepreist waren. Als Hauptbelastung auch für Fresenius gilt die Tochter FMC, deren Aktien vor dem Wochenende schon um fast 9 Prozent abgesackt wegen ebenfalls gesenkter Prognosen des US-Konkurrenten Davita. Im bisherigen Jahresverlauf hat sich der FMC-Kurs mehr als halbiert.

Unter Schwankungen erholten sich die FMC-Aktien nun an der Dax-Spitze um 6,2 Prozent, gefolgt von Fresenius mit einem Anstieg um 4,2 Prozent. Analyst Graham Doyle von der UBS etwa erwähnte, dass die Prognosesenkung großteils bereits in den Schätzungen am Markt enthalten ist. Einige Anleger könnten also eine Einstiegschance wittern, hieß es unter Händlern.

Eine positive Kursreaktion gab es auch beim SDaxDE0009653386-Wert Shop Apotheke NL0012044747 auf die finalen Quartalszahlen. Ein Spitzenanstieg um 6,7 Prozent relativierte sich hier aber auf zuletzt nur noch ein Prozent. Thematisiert wurde, dass die Online-Apotheke wie bereits angedeutet ein positives operatives Ergebnis schaffte. Der Baader-Analyst lobte, es sei derzeit schwer, im Einzelhandel ein Unternehmen zu finden, das sowohl den Umsatz als auch die Marge steigern kann.

Nach pessimistischen Analystenkommentaren fielen unter den deutschen Nebenwerten aber auch zwei Stück negativ auf: Eine Abstufung auf "Neutral" durch die Investmentbank Oddo BHF drückte Patrizia DE000PAT1AG3 Immobilien um vier Prozent auf ein erneutes Tief seit 2014. Noch schlimmer kam es mit einem Kursrutsch um 6,5 Prozent für die Anleger von Dic Asset DE000A1X3XX4, nachdem die Baader Bank gleich doppelt abgestuft hat. Beide Experten verwiesen als Gründe auf das derzeit schwache Immobilien-Umfeld.