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Aktien Frankfurt: Nach Dax-Rekord geht der Rally die Luft aus

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer zweitägigen Erholung haben die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Freitag wieder nachgegeben. Auch gute Konjunkturdaten aus der Eurozone konnten die Anleger nicht mehr locken. Der Dax <DE0008469008> verlor am späten Vormittag ein halbes Prozent auf 15 246 Punkte. Als belastend erwiesen sich schwache Vorgaben von der Wall Street. Für die Börsenwoche, die mit einem Rekordhoch des Dax begonnen hatte, deutet sich ein Verlust von 1,4 Prozent an.

In den USA hatten Pläne des US-Präsidenten Joe Biden für eine höhere Besteuerung vermögender Amerikaner die Kurse belastet. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> war vorübergehend auf den tiefsten Stand seit rund zwei Wochen gefallen.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Titel verlor 0,50 Prozent auf 32 710 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 lag mit 0,37 Prozent im Minus bei 4000 Punkten.

Aktien seien "nach den vielfach sehr deutlichen Kursgewinnen auch im ersten Quartal nicht mehr günstig", schrieb Volkswirt Carsten Mumm von der Privatbank Donner & Reuschel. Zwar könne es dank Konjunkturaufschwung, der lockeren Geld- und Fiskalpolitik und den Maßnahmen der neuen US-Regierung noch weiter aufwärts gehen. Zwischenzeitliche Verlustphasen seien aber nicht auszuschließen.

An die Spitze des Dax setzten sich die Aktien von Daimler <DE0007100000> mit einem Aufschlag von knapp einem Prozent. Die Stuttgarter wollen im Geschäft mit Autos und kleinen Nutzfahrzeugen in diesem Jahr noch profitabler werden. Analyst Jose Asumendi von der Bank JPMorgan sprach von einer "sehr starken Dynamik bei Mercedes-Benz".

Mit Enttäuschung nahmen Anleger dagegen die Quartalszahlen der Software AG <DE000A2GS401> auf. Der Kurs verlor 4,4 Prozent und fand sich am Ende des MDax wieder. Die Darmstädter setzten im ersten Quartal weniger um als noch vor einem Jahr. Mit Nemetschek <DE0006452907> zeigte eine weitere Software-Aktie Schwäche und verlor 1,8 Prozent.

Als Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax <DE0009653386> sackten die Papiere des Laserspezialisten LPKF nach mit Enttäuschung aufgenommenen Quartalszahlen um mehr als 6 Prozent ab. An die Spitze des SDax setzten sich Vossloh <DE0007667107> mit plus 4,6 Prozent. Die Deutsche Bank riet Anlegern dazu, die Aktien des Herstellers von Bahn- und Schienentechnik zu kaufen.

Im MDax kletterten die Aktien von Teamviewer nach einer Kaufempfehlung der Quirin-Bank um ein knappes Prozent nach oben./bek/mis

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX --