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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax bleibt vor Fed-Entscheidung in enger Spanne

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Auch am Mittwoch dürfte sich die Bewegung im Dax <DE0008469008> zunächst in Grenzen halten. Der X-Dax als Indikator für den Leitindex signalisierte eine Stunde vor dem Start einen Zuwachs von 0,12 Prozent auf 15 268 Punkte. In der Vorwoche hatte er mit 15 501 Punkten seinen bisherigen Höchststand erreicht. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> zeichnet sich zur Wochenmitte ein Plus von 0,1 Prozent ab.

Die Handelsspanne im Dax sei seit Wochen besonders eng, Marktteilnehmer trauten sich weder Positionen aufzulösen noch neue aufzubauen, so der Anlagestratege Christoph Geyer von der Commerzbank. Ohne größere negative Überraschungen hält Geyer ein Abgleiten nach unten derzeit aber für nicht sehr wahrscheinlich.

Auch in den USA traten der Dow Jones Industrial <US2605661048> und der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> zuletzt auf der Stelle vor der US-Leitzinsentscheidung an diesem Mittwoch. Bei Experten gilt es als ausgemacht, dass die Notenbank Fed die Zügel locker lässt und keine Zinsänderung vornimmt.

"Entscheidend wird sein, wie sich Jerome Powell in der Pressekonferenz zur Zukunft des Anleihenkaufprogramms äußert", erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Einige hofften, dass der Fed-Chef bereits konkretere Orientierungspunkte für erste Reduzierungen geben könnte. Altmann rechnet jedoch nicht damit, dass die Fed in ihrer Geldpolitik straffer wird, solange die Arbeitslosenquote deutlich über ihrem Vor-Pandemie-Niveau liegt.

Die Berichtssaison habe die Anleger derweil bisher nicht enttäuscht, so Altmann weiter. "Da die Aktienmärkte bereits ein goldenes Zeitalter einpreisen, reicht sie aber auch nicht als Impuls für weiter steigende Kurse."

Am Mittwoch berichten aus dem Dax der Kunststoffkonzern Covestro <DE0006062144>, die Deutsche Bank <DE0005140008> und der Essenslieferdienst Delivery Hero <DE000A2E4K43>. Im MDax <DE0008467416> stehen der Staplerhersteller Kion <DE000KGX8881>, der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise <DE000SYM9999>, der Konsumgüterproduzent Beiersdorf <DE0005200000> sowie der Sportartikelhersteller Puma mit Zahlen im Blick.

Deutsche Bank legten auf Tradegate um 2,7 Prozent zum Xetra-Schluss zu. Angetrieben von den Erträgen im Investmentbanking sei das erste Quartal besser gewesen als gedacht, sagte ein Börsianer. In den ersten drei Monaten 2021 verdiente das Geldhaus so gut wie seit sieben Jahren nicht und legte den Grundstein für den angestrebten Jahresgewinn.

Delivery Hero gewannen auf Tradegate mehr als zwei Prozent zum Xetra-Schluss. Der Konzern profitiert weiter von den Corona-Maßnahmen und verbreitet Optimismus für 2021.

Auch Kion übertraf die Markterwartungen. Die Papiere rückten um 0,7 Prozent vor. Ein Händler hielt Gewinnmitnahmen im Verlauf für möglich, da Kion die Jahresziele lediglich bestätigt habe.