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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax unter 14 000 Punkten erwartet

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> rutscht am Montag wegen der größer werdenden Zins- und Konjunktursorgen wohl unter die Marke von 14 000 Punkte. Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex einen Abschlag von 1,53 Prozent auf 13 926 Punkte, womit er an seine deutlichen Verluste vom Freitag anknüpfen würde. Auch der EuroStoxx 50 <EU0009658145> wird klar im Minus erwartet.

Die Furcht vor einem rasanten Leitzinsanstieg in den USA und womöglich auch bald höheren Zinsen in der Eurozone hat die Märkte derzeit fest im Griff. Im Zusammenspiel mit der hohen Inflation, dem Ukraine-Krieg, gestresster Lieferketten und der sich zuspitzenden Corona-Situation in China geht die Sorge vor einer Rezession um. Im Blick steht am Vormittag das Ifo-Geschäftsklima in Deutschland, das sich laut Ökonomen erneut eingetrübt haben dürfte.

"Die Preise explodieren und belasten die Konsumenten sowie die Unternehmen, sofern diese die höheren Kosten nicht weitergeben können", heißt es in einem Ifo-Ausblick der Dekabank. "Gleichzeitig sehen wir erste Spuren von Lieferausfällen in Folge des Krieges und der Sanktionen." Dass Emmanuel Macron in Frankreich Präsident bleibt, hilft den Aktienkursen am Montag offensichtlich nicht.

Im Dax sei der übergeordnete chart- und markttechnische Abwärtstrend intakt, schrieb Analyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. "Die Rezessionstendenz ist das alles überschattende volkswirtschaftliche Thema", so der Charttechnik-Experte. Für die weitere Kursentwicklung könnten im Laufe der Woche vielleicht die Quartalszahlen der US-Tech-Riesen Microsoft <US5949181045> <US5949181045>, Alphabet <US02079K3059>, Meta <US30303M1027>, Apple <US0378331005> und Amazon <US0231351067> relevant werden.

In dem trüben Marktumfeld waren Rheinmetall <DE0007030009> am Morgen eine positive Ausnahme mit einem Kursplus von 2,5 Prozent. Wie die "Welt am Sonntag" berichtete, hat der Rüstungskonzern die zeitnahe Lieferung von 100 Marder-Schützenpanzern an die Ukraine beantragt. Die Aktie ist seit der russischen Invasion in der Ukraine begehrt wegen der geplanten westlichen Investitionen in die Verteidigung.

Nur optisch waren die Aktien des Darmstädter Chemie- und Pharmakonzerns Merck KGaA ein vorbörslich besonders großer Verlierer. Nach der Hauptversammlung am vergangenen Freitag werden die Aktien zu Wochenbeginn ex Dividende gehandelt. Der Kurs sollte also um die Auszahlung von 1,85 Euro bereinigt betrachtet werden.

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