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Aktien Europa: Verhaltene Gewinne - Vorsicht dominiert

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Donnerstag leicht zugelegt und damit auf die positiven Vorgaben der Wall Street reagiert. Wie schon in den Vortagen gestaltete sich das Geschäft verhalten. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> legte am späten Vormittag um 0,11 Prozent auf 3671,33 Punkte zu. Ähnlich entwickelte sich der französische Cac 40 <FR0003500008>, der um 0,1 Prozent auf 6391,38 Punkte anzog, während der britische FTSE 100 <GB0001383545> um 0,47 Prozent auf 7506,75 Punkte kletterte.

Wie in den Vortagen war Vorsicht erste Anlegerpflicht. "Das Marktumfeld ist derzeit sehr fragil und fast minütlich kann die Stimmung in die eine oder andere Richtung kippen", beschrieb Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect das Handelsgeschehen. "Das erzeugt eine abwartende Haltung bei den Investoren."

Leichter Rückenwind kam von neuen Daten. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübte sich im August zwar den dritten Monat in Folge ein und ist so schlecht wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Analysten hatten allerdings mit einer deutlich stärkeren Eintrübung gerechnet. Die Unternehmensstimmung in Frankreich gestaltete sich im August ebenfalls besser als erwartet worden war. Der Indikator des Statistikamtes Insee verharrte wie bereits im Juli auf 103 Punkten. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang auf 101 Punkte gerechnet.

Auch Unternehmensnachrichten stützten. So will der irische Baustoffkonzern CRH <IE0001827041> trotz konjunkturellen Gegenwinds im Gesamtjahr operativ mehr verdienen. Der Vorstand um Konzernchef Albert Manifold geht von einer robusten Nachfrage aus Nordamerika aus. CRH kletterten, auch Aktien des Wettbewerbers Holcim <CH0012214059> waren gefragt.

Unter den schwächelnden Immobilienwerten ragten Unibail-Rodamco-Westfield <FR0013326246> mit 2,5 Prozent Plus heraus. Mit dem Verkauf einer Liegenschaft in Südkalifornien für über 500 Millionen Dollar unternahm der französische Konzern einen weiteren Schritt zur Optimierung seines Portfolios.

Auch bei Novartis <CH0012005267> gab es Nachrichten. Der Schweizer Pharmakonzern trennt sich von seiner Generikasparte Sandoz. Der lange schwächelnde Bereich soll als eigenständige Firma an die Börse in der Schweiz gebracht werden. Der Schritt ist für das zweite Halbjahr 2023 vorgesehen. Auch der Handel mit Sandoz-Papieren am US-Markt ist geplant. Novartis kletterten um 0,4 Prozent.

Unter den kleineren Werten fielen Aktien der niederländischen Alfen mit zehn Prozent Gewinn auf. Der Anbieter von Lösungen für die Energieversorgung hatte ein starkes zweites Quartal verzeichnet, wie Analyst David Kerstens von Jefferies betonte. Das Geschäft mit Ausrüstungen für Ladestationen verlaufe weiterhin dynamisch. Dagegen setzten Aktien von Philips <NL0000009538> ihre Talfahrt mit einem weiteren Minus von 1,8 Prozent fort.