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Aktien Europa: Hohe Verluste wegen Inflationssorgen

·Lesedauer: 2 Min.

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Mit der Kurserholung an Europas Aktienmärkten ist es zur Wochenmitte bereits wieder vorbei. Nach einer kurzen Atempause am Vortag holten die Inflationssorgen die Anleger schnell wieder ein. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> rutschte am Mittwoch weit unter die Marke von 4000 Punkten und stand gegen Mittag mit 2,36 Prozent im Minus bei 3969,41 Zähler.

Auch an den Börsen in Frankreich und Großbritannien waren die Vorzeichen am Mittag klar negativ: In Paris rutschte der Cac 40 <FR0003500008> um 2,22 Prozent tiefer bei 6430,42 Zählern. Der FTSE 100 <GB0001383545> gab 1,73 Prozent ab auf 6951,50 Punkte.

Damit bewahrheiteten sich die Befürchtungen einiger Börsianer, die die Kursgewinne am Vortag an Europas Börsen und auch an der Wall Street eher als charttechnische Gegenreaktion im zuletzt gefallenen Markt interpretiert hatten. Stattdessen trieb zur Wochenmitte das Szenario aus steigenden Zinsen und einer eventuell bald knapperen Geldzufuhr durch die Notenbanken die Anleger wieder in die Flucht.

Dabei heizten derzeit steigende Energiepreise und andauernde Lieferengpässe weiter die Inflation an und setzen die Notenbanken unter Druck, früher den geldpolitischen Kurswechsel einzuleiten, erläuterte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Schwache Auftragsdaten etwa aus Deutschland befeuerten am Mittwoch zudem die Sorge vor einer gleichzeitigen Abkühlung des Konjunkturaufschwungs.

Die Aussicht auf steigende Zinsen ist jedoch nicht für alle Branchen ein Manko. Banken gelten hier als Gewinner, da ihre Erträge durch höhere Zinseinnahmen steigen. Der Stoxx 600 Europa Banks <EU0009658806>, der bereits am Vortag auf ein Hoch seit Februar 2020 gestiegen war, zeigte sich im aktuell schwachen Handelsumfeld trotz Abschlägen weiter robust. Dabei stachen insbesondere Aktien der HSBC <GB0005405286> in London mit Gewinnen von mehr als drei Prozent hervor. Hier trieb eine Kaufempfehlung durch die Analysten der UBS <CH0244767585>.

Im Gegenzug standen europaweit besonders konjunkturempfindliche Sektoren wie die der Touristik- und Autoindustrie mit Abschlägen von jeweils rund drei Prozent stark unter Druck. Auch die Erholung bei den Technologiewerten tags zuvor erwies sich als kurzes Strohfeuer.

Tui in London rutschten angesichts einer Kapitalerhöhung um ein halbes Prozent ab. Der Reisekonzern will sich durch die Ausgabe von Aktien für 1,1 Milliarden Euro neuen finanziellen Spielraum schaffen. Aktien der Supermarktkette Tesco <GB0008847096> verteuerten sich um fast fünf Prozent. Hier lockte ein angehobener Konzernausblick und die Aussicht auf einen Aktienrückkauf die Anleger.

Imperial Brands <GB0004544929> verloren hingegen nach bestätigten Jahreszielen drei Prozent. Der Tabakkonzern habe bei seinem Zwischenbericht wenig Überraschendes präsentiert, hieß es von Branchenkennern.

Auch Aktien des Brauereikonzern AB Inbev standen enorm unter Druck, nachdem gleich mehrere Analystenhäuser ihre Kursziele gesenkt hatten. Die Jefferies-Experten etwa rechnen nach einem starken ersten Halbjahr wegen neuer Restriktionen in China für das dritte Quartal mit einem Ergebnisrückgang für den Konzern.

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