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AKTIE IM FOKUS: SMA Solar sacken ab - Prognose und Chart überschatten Dividende

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die rasante Erholung der SMA-Solar-Aktien <DE000A0DJ6J9> von der Corona-Krise hat am Donnerstag einen weiteren Dämpfer erhalten. Nachdem die Papiere des Niestetaler Herstellers von Wechselrichtern zunächst noch mit Gewinnen auf die präsentierten Geschäftszahlen und den überraschend positiven Dividendenvorschlag reagiert hatten, rutschten sie zuletzt ins Minus.

Die generell sehr schwankungsanfälligen Anteilsscheine von SMA Solar büßten bis zum späten Vormittag unter den größten Verlierern im leicht nachgebenden Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> knapp sieben Prozent auf 48,52 Euro ein. Zu Handelsbeginn waren die Aktien noch um fast vier Prozent gestiegen.

Wegen gut laufender Geschäfte schrieb der Solarkonzern SMA Solar im Corona-Jahr wieder schwarze Zahlen. Deshalb schlägt der Konzern für 2020 auch eine Dividende in Höhe von 0,30 Euro je Aktie vor (2019: 0,00 Euro). Analysten hatten deutlich weniger erwartet.

Das Management geht davon aus, die Position des Konzerns in wichtigen Schlüsselmärkten im weiteren Jahresverlauf ausbauen zu können und vom erwarteten Wachstum der Photovoltaik-Märkte in Europa und Amerika zu profitieren. Die bereits ausgegebene Prognose für das laufende Jahr bestätigte SMA Solar deshalb genauso wie die vorab veröffentlichten Eckdaten.

Ein Händler wies derweil darauf hin, das die von dem Unternehmen in Aussicht gestellte Umsatzspanne für das erste Quartal unter den Markterwartungen liege. Dies könnte einige Anleger irritiert haben.

Der Experte Constantin Hesse vom Analysehaus Jefferies hingegen äußerte sich etwas positiver. SMA Solar sei zwar wegen der Corona-Krise nur schleppend ins neue Jahr gekommen, die für das erste Quartal in Aussicht gestellte Marge sei aber solide.

Die Aktien von SMA Solar haben die Corona-Krise bereits Mitte August 2020 abgehakt. Seitdem ging es mit den Papiere steil nach oben von rund 35 Euro auf bis zu knapp 72 Euro Anfang Januar. Seitdem aber stockt die Erholung. Dies zeigt auch die Wertentwicklung seit Jahresbeginn: Während die Papiere der Nordhessen in diesem Zeitraum rund 13 Prozent eingebüßt haben, steht beim SDax ein Plus von zwei Prozent zu Buche.

Auch das charttechnische Bild hat sich an diesem Donnerstag eingetrübt: So waren die Papiere im frühen Handel bis an die 100-Tage-Durchschnittslinie herangelaufen, die den mittelfristigen Trend beschreibt. Allerdings gelang es nicht, diese nachhaltig zu überwinden und so ein Kaufsignal zu generieren; stattdessen rutschten die Papiere unter die 21-Tage-Linie, die als Maßstab für den kurzfristigen Trend gilt.