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AfD-Chef Chrupalla hält etwaige allgemeine Corona-Impfpflicht für überzogen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat Überlegungen in Richtung Corona-Impfpflicht scharf kritisiert. Die vorhandenen Impfstoffe böten keine vollständige Immunisierung und "konnten die Lage nicht verbessern", sagte Chrupalla am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte sich offen für eine allgemeine Impfpflicht zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gezeigt. Zwar hoffe er, "dass es am Ende ohne allgemeine Impfpflicht geht", sagte Günther der Online-Ausgabe der Tageszeitung "Die Welt". "Wenn nicht, bin ich allerdings auch bereit, diesen Schritt zu gehen."

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte bereits am vergangenen Freitag für eine allgemeine Impfpflicht plädiert. "Ich glaube, dass wir am Ende um eine allgemeine Impfpflicht nicht herumkommen werden", sagte der CSU-Chef.

"Die freiheitsfeindlichen Machtfantasien" der Unionspolitiker dürften nicht in die Tat umgesetzt werden, warnte Chrupalla, der die AfD-Bundestagsfraktion gemeinsam mit Alice Weidel leitet. "Impfpflicht oder Hausarrest für Ungeimpfte ist keine Option", fügte er hinzu. Sowohl Chrupalla als auch Weidel haben bereits eine Corona-Infektion hinter sich.

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