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Queen wegen "unsensiblem" Posting in der Kritik

Königin Elizabeth wird kritisiert, nachdem auf der Instagram-Seite der britischen Königsfamilie ein Beitrag veröffentlich wurde, der den Jahrestag ihrer Krönung feierte, und damit den Aufruf für “Blackout” in den Sozialen Medien ignorierte, der Bewusstsein für die Black Lives Matter-Bewegung schaffen sollte.

Königin Elizabeth ist wegen eines Instagram-Beitrags unter Beschuss geraten, den viele als “unsensibel” empfanden. (Foto: Getty Images)

Die Queen wurde am 2. Juni 1953 gekrönt. An ihrem 67. Kronjubiläum toben in den USA Proteste, die aufgrund der Ermordung von George Floyd durch die Polizei ausgelöst wurden. Aus diesem Grund haben viele, die den Aktivitäten der Royals folgen, ihr Jubiläumsposting als „unsensibel“ kritisiert.

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Die Proteste bestimmen die Schlagzeilen, seitdem der Polizist Derek Chauvin den Amerikaner George Floyd tötete. Dieser kniete acht Minuten lang auf seinem Hals und erstickte ihn dadurch, obwohl Floyd dem Polizisten wiederholt sagte, dass er „keine Luft“ bekäme.

Derek Chauvin wurde in der Zwischenzeit des Mordes angeklagt und die Demonstranten verlangen dasselbe für die anderen anwesenden Polizisten, die nicht eingegriffen haben.

Am Dienstag wurden Unterstützer dazu aufgerufen, außer einem schwarzen Quadrat nichts zu teilen und in den Sozialen Medien keine anderen Inhalte zu veröffentlichen, um die Solidarität mit den Betroffenen und den Demonstranten auszudrücken.

“Hört auf zu posten”: Das Posting anlässlich der Krönung kam gar nicht gut an

Königin Elizabeth II wurde am 2. Juni 1953 in Westminster Abbey gekrönt. Ihre Majestät war die 39. Herrscherin, die in Westminster Abbey gekrönt wurde. Hier fand seit 1066 jede Krönung statt.

Obwohl es ein Grund zum Feiern war, handelte es sich bei der Krönung der Queen um eine förmliche religiöse Zeremonie, die fast drei Stunden lang dauert. Der Gottesdienst ist seit etwa 1.000 Jahren weitgehend unverändert.
Schaut euch unsere Story an, um zu sehen, was am Tag der Krönung passierte!

Die Entscheidung der Königsfamilie, etwas zu posten, löste bei vielen Briten, die hinter den Protesten stehen, große Wut aus. Dabei wiesen sie besonders darauf hin, dass die Instagram-Seite bisher nichts von der Bewegung erwähnt hat.

„Ich liebe die Königsfamilie, aber das hier ist sowas von unsensibel...“, kommentierte eine Frau das Foto.

„In einer Zeit, in der die Menschen weltweit protestieren, um gegen Unterdrückung anzukämpfen, interessiert ihr euch nur für euch selbst.“

„Postet etwas, um Black Lives Matter zu unterstützen, oder postet gar nicht“, drängte jemand anderes.

„Ich liebe die Royals, aber zeigt doch bitte etwas mehr Verständnis“, schrieb jemand anderes.

Einige nahmen die Königin in Schutz und argumentierten, dass der Commonwealth Trust seine Solidarität schon auf Twitter ausgedrückt habe. Der Commonwealth Trust der Queen wird von Prinz Harry und Herzogin Meghan geleitet, die entsprechend Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende sind. Queen Elizabeth ist Schirmherrin der Stiftung.

Die Stimmen junger Menschen gehören zu den wichtigsten Stimmen im Kampf gegen Ungerechtigkeit und Rassismus auf der ganzen Welt. Als eine globale Gemeinschaft junger Führungskräfte kämpfen wir gemeinsam für Gerechtigkeit, um eine bessere Zukunft zu schaffen.

Schweigen ist keine Option. #BlackLivesMatter

Auf Twitter teilte die Organisation einen Tweet mit dem Hashtag “Black Lives Matter”, was eine sehr aktive Wahl für die sonst unpolitischen Royals ist. Einige argumentierten, das Statement zeige die Unterstützung der Königin, obwohl die offiziellen Seiten der Königsfamilie in den Sozialen Medien sich bisher noch nicht zu der Bewegung geäußert haben. Kensington Royal hat bisher noch nichts online zu der Bewegung geschrieben. Ebenso gab es keinen Kommentar des Hauses Clarence, dem Haus von Charles und Camilla.

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