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Aareal sieht Verlust wegen Covid, will aber Dividende zahlen

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Aareal Bank AG erwartet für das vergangene Jahr ein negatives Betriebsergebnis im zweistelligen Millionenbereich, verglichen mit einem Plus von 248 Millionen Euro in 2019. Grund hierfür sind Kreditausfallrisiken im Zusammenhang mit der Coronakrise. Noch vor zwei Monaten war die Bank von einen Jahresgewinn im “mittleren zweistelligen Millionenbereich” für 2020 ausgegangen.

Die Aareal Bank hat “in erheblichem Umfang vorausschauende, zusätzliche Risikovorsorge getroffen und trägt so der jüngsten Verschärfung der Pandemie umfassend Rechnung”, teilte der Immobilienfinanzierer am späten Sonntag mit. Angaben zur Höhe der Rückstellungen machte er nicht. Nach den ersten drei Quartalen hatte die Vorsorge bei 167 Millionen Euro gelegen.

Der Kurs der Aareal-Aktie gab am Montag um bis zu 4.7% nach und lag um 9:06 Uhr bei 19,51 Euro, dem niedrigsten Intraday-Kurs seit 5. Januar.

Vorstandschef fällt für Monate aus

Durch die Coronakrise muss die Bank ohne einen Vorstandschef navigieren. Hermann J. Merkens hatte im November überraschend mitgeteilt, dass er “aus gesundheitlichen Gründen für die Dauer von voraussichtlich drei bis vier Monaten” seinen Job nicht ausüben könne. Seine Aufgaben übernehmen nun vertretungsweise die anderen Vorstandsmitglieder.

Trotz des Verlusts will die Aareal Bank ihren Aktionären eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie für 2020 zukommen lassen. Aufgrund der im Dezember von der Europäischen Zentralbank erlassenen Beschränkungen zu Ausschüttungen plant das Unternehmen, zunächst nur 35 bis 40 Cent je Aktie zu zahlen.

“Die verbleibenden circa 1,10 bis 1,15 Euro je Aktie können im 4. Quartal 2021 ausgeschüttet werden, falls zu diesem Zeitpunkt die Vorgaben der Aufsichtsbehörden mit Bezug auf die Unsicherheiten rund um die Covid-19-Krise erfüllt sind”, erklärte die Bank.

Ziel von 300 Millionen Euro Gewinn

Im Jahr 2023 will das Unternehmen ohne Berücksichtigung möglicher Akquisitionen ein Betriebsergebnis von rund 300 Millionen Euro erwirtschaften, wie es am Sonntag weiter hieß. Voraussetzung sei allerdings, dass die Covid-19-Pandemie bis dahin überwunden ist. Um das Ziel zu erreichen, soll unter anderem das Finanzierungsgeschäft ausgeweitet werden.

Zudem erwartet die Bank “durch die Umsetzung des gemeinsam mit dem Partner Advent in Erarbeitung befindlichen Value Creation Plans für die Aareon eine noch höhere Ergebnisdynamik”.

Im vergangenen Jahr hatte die Bank nach Druck von Investoren einen 30%-Anteil an der IT-Tochter Aareon an Advent International verkauft. Der Preis lag bei rund 260 Millionen Euro in bar, wobei Aareal einen Gewinn von rund 180 Millionen Euro erzielte. Dieser fließt allerdings nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung ein, sondern wird ergebnisneutral im Eigenkapital abgebildet.

(Ergänzt um Kurs im 3. Absatz, Aareon-Pläne im vorletzten Absatz)

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©2021 Bloomberg L.P.