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91 Jahre: Der älteste Polizist in Arkansas denkt nicht an den Ruhestand

Johannes Giesler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

91 Jahre alt und noch keinen Gedanken an den Ruhestand verschwendet: Das ist der älteste Polizist des US-Bundesstaates Arkansas. Er trägt noch immer eine Pistole, davon Gebrauch machen muss er aber nicht. Er hat andere Methoden.

Es ist nicht seine Marke, die ihn zu einem guten Polizisten macht, sagt der 91-jährige L.C. Smith. Es ist der Umgang mit seinen Mitmenschen. Foto: symbolbild / gettyimages / jtgriffin07
Es ist nicht seine Marke, die ihn zu einem guten Polizisten macht, sagt der 91-jährige L.C. Smith. Es ist der Umgang mit seinen Mitmenschen. Foto: symbolbild / gettyimages / jtgriffin07

Beruf oder Berufung: Für den Polizisten L.C. Smith aus dem Camden County im US-Bundesstaat Arkansas ist sein Job sicherlich mehr als ein Beruf. Er ist mittlerweile 91 Jahre alt und denkt gar nicht an den Ruhestand. Zumindest nicht mehr: Denn versucht hat er es schon einmal, hielt es aber nur wenige Monate aus.

Respekt für seine Mitmenschen

Zwar fährt Smith kein offizielles Polizeiauto mehr, aber auch sein Privatwagen besitzt ein Blaulicht. Das muss er aber meistens nicht einschalten, wenn er durch seine Heimatstadt patrouilliert. Denn dort ist „Buckshot“, sein Spitzname, bekannt wie ein bunter Hund und wird meist schon aus der Ferne gegrüßt. Immerhin ist er der älteste Polizist des ganzes Staates, der noch im Dienst ist.

Klar, ein Wettrennen wird er nicht mehr gewinnen. Aber allein mit seiner Präsenz, da ist er sich sicher, erfüllt er seine Pflicht. Wie er seine Rolle als Polizist interpretiert, macht er in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS, das auch auf Youtube veröffentlicht wurde, klar. Da wird er gefragt: „Was macht Sie mit 91 Jahren noch zu einem guten Polizisten?“

Smith antwortet: „Marke und Pistole sind es nicht. Sondern: Ich zolle meinen Mitmenschen Respekt.“

Seine Waffe ist keine Pistole

Das macht er seit einer halben Ewigkeit: 46 Jahre lang hat er als Deputy gearbeitet, bevor er sich schon einmal dazu entschieden hat, aufzuhören. Aber da er nicht jagt und nicht angelt, fragte er sich: Wie soll ich meinen Ruhestand denn dann verbringen? Eine Antwort hat er offensichtlich nicht gefunden. Denn nach nur fünf Monaten kehrte er in den Dienst zurück – als sogenannter „Police Rookie“, Neuling.

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Das war vor rund zehn Jahren. Er darf seither wieder eine Waffe tragen, geht damit auch regelmäßig auf den Schießstand. Was aber nicht bedeutet, dass er von ihr Gebrauch macht. Seine Methode ist eine andere, wie sein Bürgermeister, Julian Lott, im Gespräch mit CBS erklärt: „Smith kennt deine Mutter. Und deine Großmutter. Er besitzt also die Autorität, uns alle zurechtzuweisen.“

Smith sagt, dazu passend, über sich selbst: Er habe in seiner Karriere mehr Menschen nach Hause geschickt als ins Gefängnis gesteckt. Und das will er auch weiterhin so handhaben. Bis – so lauten seine Wort – Gott ihm sage, dass es Zeit sei, aufzuhören.

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