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Östliche Nato-Staaten beraten über Schutz der Nato-Ostflanke

VILNIUS (dpa-AFX) - Die Außenminister von neun mittel- und osteuropäischen Nato-Staaten sind am Dienstag zu einem Treffen in der litauischen Hauptstadt Vilnius zusammengekommen. Im Mittelpunkt der zweitägigen Gespräche standen nach einer Mitteilung das litauischen Außenamts die Umsetzung von Entscheidungen, die zum kollektiven Schutz der Nato-Ostflanke beitragen sollen. Daran nahmen Vertreter aus Litauen, Lettland, Estland, Polen, Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Bulgarien und Rumänien teil. Gäste bei dem Treffen waren hochrangige Vertreter der Nato und des US-Außenministeriums.

"Russland bleibt eindeutig die zentrale und langfristige Bedrohung für die Nato. Russland hat eine bewusste Entscheidung getroffen und versucht, die Weltordnung, wie wir sie kennen, zu zerstören. Wir sollten uns darüber keine Illusionen machen", sagte der litauische Staatspräsident Gitanas Nauseda laut Redetext in einem Grußwort an die Teilnehmer. "Die Präsenz der Verbündeten und insbesondere der USA in unserer Region ist die stärkste Abschreckung."

Nauseda betonte die transatlantische Verbindung. "Wir brauchen die USA, um eine europäische Macht zu bleiben. Dies ist die einzige Gewinnstrategie. Für uns alle", sagte der litauische Staatschef. Europa müsse viel mehr für seine Sicherheit tun. Dabei dürften aber keine Doppelstrukturen zur Nato aufgebaut werden.

Litauen und andere östliche Nato-Staaten sind wegen der anhaltenden Ukrainekrise um ihre Sicherheit besorgt. Die Nato hat deshalb jeweils rund 1000 Soldaten in die drei baltischen Staaten und nach Polen entsandt. Deutschland führt dabei das Nato-Bataillon in Litauen.