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Österreich geht gegen "Superraser" vor – und kann jetzt euer Auto sogar verkaufen, wenn ihr zu schnell fahrt

  - Copyright: Karl-Josef Hildenbrand/Getty Images
Die österreichische Regierung geht gegen "Superraser" auf ihren Straßen vor, um die Sicherheit zu erhöhen. - Copyright: Karl-Josef Hildenbrand/Getty Images

Die österreichische Regierung geht gegen "Superraser" auf ihren Straßen vor, um die Sicherheit zu erhöhen.

Ein neues Gesetz erlaubt es der Regierung, die Fahrzeuge derjenigen zu konfiszieren - und sogar zu verkaufen -, die 60 Kilometer pro Stunde oder mehr über dem Tempolimit fahren.

Die österreichische Generaldirektorin für Verkehr, Vera Hofbauer, erklärte Bloomberg News, dass das neue Gesetz noch nicht lange genug in Kraft sei, um seine Auswirkungen zu messen, aber es sei bereits zu spüren. Nur wenige Stunden, nachdem das Gesetz in Kraft getreten war, beschlagnahmte die Regierung das Auto eines Superrasers, sagte sie.

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Im Jahr 2022 kamen in Österreich 4,1 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner. Hofbauer argumentierte, dass "drastische Maßnahmen" ergriffen werden müssen, um Fahrer zu stoppen, die "ihr Auto wie eine Waffe benutzen".

Regeln im Straßenverkehr werden härter

Die österreichischen Behörden sind nicht die einzigen, die gegen gefährliches Fahren vorgehen. Eine Reihe von europäischen Ländern hat die weltweit strengsten Verkehrssicherheitsvorschriften eingeführt. In mehreren Ländern werden Strafzettel für Geschwindigkeitsübertretungen auf der Grundlage des Einkommens des Fahrers berechnet, d. h. je wohlhabender der Fahrer ist, desto höher ist die Strafe.

In der Schweiz werden Strafzettel seit 2007 sowohl nach dem Einkommen als auch nach dem Vermögen berechnet, als die Wähler beschlossen, gegen reiche Raser vorzugehen. Ein Autofahrer wurde 2010 zu einer Geldstrafe von mehr als einer Million Dollar (930.000 Euro) verurteilt, weil er mit seinem Mercedes-Sportwagen in einer 75-km/h-Zone 180 km/h gefahren war.

Letztes Jahr wurde in Finnland ein Multimillionär mit einem Strafzettel in Höhe von 121.000 Euro belegt, weil er in einer 50-km/h-Zone die zulässige Geschwindigkeit um ca. 29 km/h überschritten hatte.

EU will Verkehrstote um 20 Prozent senken

Auch die Europäische Union greift hart durch. Im Jahr 2022 ordnete die Europäische Kommission an, dass ab 2024 alle neuen Autos mit einer Technologie ausgestattet sein müssen, die den Fahrer warnt, wenn er das Tempolimit überschreitet. Diese Maßnahme soll die Zahl der Verkehrstoten um 20 Prozent senken.

Die Gesetze scheinen zu wirken: Die Länder mit den strengsten Straßenverkehrsvorschriften haben auch die sichersten Straßen. In der Schweiz kommen jährlich etwa 2,6 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner - eine der niedrigsten Zahlen weltweit. Und die Zahl der Verkehrstoten ist in den letzten zehn Jahren schneller gesunken als im EU-Durchschnitt.

"Manchmal muss man Maßnahmen ergreifen, die zunächst seltsam klingen und neue rechtliche Fragen aufwerfen, die man beantworten muss", sagte Hofbauer Bloomberg. "Aber ich denke, wir sollten alles versuchen, was wir können, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren."

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