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Ölpreise legen leicht zu - IEA warnt vor Angebotsdefizit

·Lesedauer: 1 Min.

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 75,39 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 14 Cent auf 74,24 Dollar.

Starke Impulse gab es am Ölmarkt nicht. Zeitweise waren die Preise etwas kräftiger gestiegen, die Gewinne konnten aber nicht vollständig gehalten werden. Eine Warnung der Internationalen Energieagentur (IEA) vor einer zu geringen Versorgung des Ölmarkts entfachte nur kurzzeitig Auftrieb. In ihrem Monatsbericht warnte die IEA vor den Auswirkungen des Streits innerhalb des Ölverbunds Opec+ über die Förderpolitik. Sollte der Streit nicht gelöst werden, drohe ein steigendes Angebotsdefizit mit möglicherweise höheren Kraftstoffpreisen.

Eigentlich hatten die in der Opec+ vereinigten 23 Länder ihre Förderung ab August schrittweise weiter erhöhen wollen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Ein Disput zwischen dem Ölgiganten Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verhinderte jedoch eine Einigung. Nach derzeitigem Stand ändert sich an der coronabedingt gedeckelten Förderung des Verbunds zunächst nichts.

Derzeit notieren die Rohölpreise etwas unterhalb ihrer Anfang Juli erreichten Mehrjahreshochs. Nachdem sie lange unterstützt wurden durch die konjunkturelle Erholung in vielen Ländern, herrscht jetzt wieder Verunsicherung vor. Neben dem ungewissen Kurs der Opec+ belastet die rapide Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus die Stimmung.

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