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Ölpreise legen etwas zu

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) -Die Ölpreise haben am Mittwoch nach anfänglichen Verlusten etwas zugelegt. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 80,50 US-Dollar. Das waren 40 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 22 Cent auf 75,34 Dollar.

Die Erwartung sei gewachsen, dass eine zunehmende Nachfrage aus China die Ölpreise stützen könnte, sagten Händler. Sie verwiesen auf eine gestiegene Nachfrage von chinesischen Ölhandelsunternehmen. Die Experten der Commerzbank erwarten, dass die Ölpreise steigen werden, wenn die aktuelle Infektionswelle in China ihren Höhepunkt überschritten habe und die Wirtschaftsaktivität daraufhin zunehme. Zudem dürfte auch die Reisetätigkeit zum bald anstehenden chinesischen Neujahrsfest die Ölpreise stützen.

Belastet wurden die Preise zuvor durch neue Lagerdaten aus den USA. Der Industrieverband American Petroleum Institute (API) meldete am Dienstagabend einen ungewöhnlich kräftigen Aufbau der landesweiten Rohölvorräte. Am Mittwochnachmittag veröffentlicht das US-Energieministerium seine wöchentlichen Daten. Die Zahlen sorgen häufig für deutliche Preisschwankungen am Erdölmarkt.