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Ölpreise legen zu

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag gestiegen. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 42,63 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 53 Cent auf 40,48 Dollar. Laut Marktbeobachtern stützte unter anderem der Wirbelsturm Delta die Preise. Er habe im Golf von Mexiko zur weitgehenden Schließung von Anlagen der Ölindustrie geführt.

Die "Angebotsausfälle dämpfen den Abwärtsdruck am Ölmarkt", sagte Carsten Fritsch, Rohstoffexperte der Commerzbank. Auch ein Streik in der norwegischen Ölindustrie habe sich zuletzt ausgeweitet und könnte für ein weiter sinkendes Angebot sorgen.

Daneben gab es am Markt erneut etwas Hoffnung auf eine Einigung beim US-Konjunkturpaket noch vor der Wahl im November. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump noch angeordnet, die Gespräche mit den Demokraten über weitere Hilfen für die Wirtschaft bis nach den US-Wahlen am 3. November auf Eis zu legen. Dies könnte die wirtschaftliche Erholung bremsen und die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.