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Ölpreise geben nach - Rezessionsängste belasten

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag nachgegeben. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 112,10 US-Dollar. Das waren 1,48 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 13 Cent auf 108,30 Dollar. Der Vergleich beim WTI-Preis bezieht sich auf den Freitag, da am Montag wegen eines Feiertags in den USA kein Settlement stattfand.

Zuletzt haben Sorgen um die Entwicklung der Weltkonjunktur die Ölpreise belastet. Die hohe Inflation und die Zinserhöhungen wichtiger Notenbank dürften die wirtschaftliche Entwicklung belasten und so auch die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. Die Erdölpreise sind deshalb in den vergangenen Wochen tendenziell gefallen - allerdings von hohem Niveau aus. Seit Jahresbeginn sind die Preise um rund 40 Prozent gestiegen. Grund ist vor allem der Krieg Russlands gegen die Ukraine.

Im Falle einer globalen Rezession halten die Experten der Citigroup einen Rückgang des Ölpreises auf 65 Barrel zum Jahresende für möglich. Bis zum Ende des Jahres 2023 könne er dann sogar bis auf 45 Barrel sinken. Dies gelte trotz anhaltender europäischer Sanktionen gegen russisches Rohöl, was tendenziell die Preise unterstützen dürfte.

An diesem Dienstag begann ein Streik in der norwegischen Öl- und Gasindustrie. Die Tarifverhandlungen sind ohne Einigung geblieben. Dies dürfte die Öl- und Erdgasproduktion verringern. Der Streik hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet.

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