Deutsche Märkte öffnen in 3 Stunden 6 Minuten
  • Nikkei 225

    23.324,58
    -93,93 (-0,40%)
     
  • Dow Jones 30

    26.519,95
    -943,24 (-3,43%)
     
  • BTC-EUR

    11.280,66
    -6,92 (-0,06%)
     
  • CMC Crypto 200

    262,43
    -10,26 (-3,76%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.004,87
    -426,48 (-3,73%)
     
  • S&P 500

    3.271,03
    -119,65 (-3,53%)
     

Ölpreise geben kräftig nach

·Lesedauer: 2 Min.

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag im Mittagshandel kräftig nachgegeben. Damit setzte sich die Entwicklung vom Vorabend fort. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 39,09 US-Dollar. Das waren 1,81 Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,78 Dollar auf 36,94 Dollar. Damit sieht es für die Rohölpreise auf Wochensicht nach dem zweiten Verlust in Folge aus.

Die Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sorgte am Ölmarkt aus Sicht von Marktbeobachtern für zusätzliche Verunsicherung. "Die Meldung hat dem Ganzen zusätzliche Schärfe gegeben und sämtliche Risikoanlagen, inklusive Öl-Futures, auf Talfahrt geschickt", hieß es vom Rohstoffexperten der Commerzbank, Eugen Weinberg.

Neben einer immer noch schwachen Ölnachfrage wegen der Corona-Krise trübten zudem enttäuschende Nachrichten aus den USA den Ausblick am Markt. Nach ergebnislosen Gesprächen im US-Kongress schwanden zuletzt die Hoffnungen auf ein neues US-Konjunkturpaket noch vor der Wahl im November.

Auf der Angebotsseite scheint das Ölkartell Opec im vergangenen Monat seine Förderung konstant gehalten zu haben: Produktionssteigerungen aus Saudi Arabien seien durch Kürzungen der Vereinigten Arabischen Emirate ausgeglichen worden, geht aus Beobachtungen der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor. Im Wochenverlauf hatten Berichte über steigende Fördermengen in Libyen und dem Iran am Ölmarkt Sorgen vor einer erneuten Angebotsschwemme geschürt.

Die Belastungen durch den Devisenmarkt ließen zudem im Tagesverlauf nach: In den ersten Handelsstunden hatte der US-Dollar wegen der Corona-Diagnose des US-Präsidenten deutliche Kurszuwächse verzeichnet. Da Öl international in Dollar gehandelt wird, wurde hierdurch der Rohöl-Import außerhalb des Dollarraums teurer.