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Ölpreise geben weiter nach

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag gesunken und haben damit an die Verluste vom vergangenen Freitag angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im Mittagshandel 41,05 US-Dollar. Das waren 72 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 77 Cent auf 39,08 Dollar.

"Steigende Infektionszahlen schüren Ängste, die Ölpreise fallen", fasste Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, das Handelsgeschehen zusammen. Laut dem Experten geht es hierbei nicht nur um die unmittelbar drohenden Transporteinschränkungen durch Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie, sondern auch um langfristige Nachfrageerwartungen.

Marktbeobachter sind zudem der Ansicht, dass die Chancen für eine Einigung auf ein neues US-Konjunkturpaket noch vor den Wahlen zusehends schwinden. So bleibt auch der kurzfristige Ausblick auf die Nachfrage düster.

Von der Produktionsseite kamen zuletzt ebenfalls wenig ermunternde Nachrichten: Bereits am Freitag hatte die Ankündigung der libyschen Ölgesellschaft, ihre Fördermenge deutlich anzuheben, den Markt stark belastet. Dies hat sich zum Beginn der Woche fortgesetzt. Die Förderung des nordafrikanischen Landes soll innerhalb von vier Wochen auf über eine Millionen Barrel je Tag steigen. Das erhöhte Angebot drückt damit zusätzlich auf die von der Corona-Krise belasteten Rohölpreise.