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Zwei Profi-Fußballer und Jürgen Klopp investieren in Kölner Fußball-App Prematch

Am Boden geblieben: Die Gründer Lukas Röhle (CEO), Niklas Brackmann (CPO) und Fiete Grünter (CTO) haben eine App für Amateursportler entwickelt. - Copyright: Florian Schack
Am Boden geblieben: Die Gründer Lukas Röhle (CEO), Niklas Brackmann (CPO) und Fiete Grünter (CTO) haben eine App für Amateursportler entwickelt. - Copyright: Florian Schack

Der Ball ist rund – und Fußball ist ein Milliardengeschäft. Schon Drittligisten kommen in der Bundesliga auf ein Jahresgehalt von über 100.000 Euro, bei Spielertransfers in den Profi-Ligen geht es um dreistellige Millionenbeträge. Summen, die für Fans, die auf Transfermarkt.de über Marktwerte und Vereinswechsel von Profi-Spielern wie Harry Kane spekulieren, ein echtes Faszinosum sind (der Datenplattform IVW zufolge wird Transfermarkt.de in guten Monaten um die 150 Millionen Mal abgerufen).

Ein vergleichbares Portal für Fußballer unterhalb der dritten Liga gab es lange nicht. Dabei finden in Deutschland jedes Wochenende 80.000 Fußballspiele statt, mehrheitlich jenseits des Profisports. Für Lukas Röhle, Niklas Brackmann und Fiete Grünter eine riesige Marktlücke – für die sie 2021 Prematch entwickelten: laut Eigenwerbung die "beste App für den echten Fußball". Prematch ist eine Plattform, auf der Hobby-Fußballer und ihre Fans News und Spielerbewertungen abrufen und sich darüber austauschen können.

Das Kölner Startup fiel von Beginn an mit Positiv-Schlagzeilen auf. 2022 flossen 1,7 Millionen Euro in das Unternehmen – das Kapital stammt von bekannten Business Angels wie dem Gorillas-Mitgründer Jörg Kattner oder Ralf Reichert, der als Gründer der E-Sport-Plattform ESL Gaming selbst ein Milliardenunternehmen im Sportbereich gegründet und verkauft hat.

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Jetzt hat Prematch eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Mit an Bord: Zwei deutsche Spitzenspieler – Serge Gnabry vom FC Bayern München und David Raum von RB Leipzig – und das Family Office um Jürgen Klopp, derzeit Trainer beim FC Liverpool. Die Karriere fast aller Fußballer beginne in einem Amateurverein, sagt Klopp anlässlich seines Investments. In seinem Fall war es der SV Glatten in Baden-Württemberg, der heute (natürlich) auf Prematch geführt wird.

Investiert in Amateur-Fußball-App Prematch: Serge Gnabry vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München. - Copyright: Getty Images / Boris Streubel
Investiert in Amateur-Fußball-App Prematch: Serge Gnabry vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München. - Copyright: Getty Images / Boris Streubel

Wie viel zusammengekommen ist, wollen die Gründer nicht verraten. Nur das: Mit der neue Runde belaufe sich das bisherige Investitions-Volumen inzwischen auf eine mittlere siebenstellige Summe.

"Serge, David und Jürgen Klopp und Familie sind mit uns umgegangen wie jeder andere Business Angel", sagt CEO Lukas Röhle. Geeint habe Gründer und die Fußball-Promis ihr gemeinsames Faible für den Amateur-Fußball. Mit dem Geld wolle das Startup den im September gelaunchten Jugendbereich von Prematch weiter ausbauen, erste Partnerschaften auf- und ausbauen und die Plattform weiterentwickeln.

Fokus aus Community und Wachstum

“Fußball ist der weltweit beliebteste Sport. Unser Fokus ist dabei der Amateurfußball, welcher 99.9% aller aktiven Spielerinnen und Spieler umfasst“, sagt das Gründerteam. Auf Prematch sollen sich Kreisligisten wie Zidane fühlen können: Jeder Spieler erhält ein eigenes Profil, auf dem Leistungsdaten und personalisierte News gesammelt werden. Sie können dann ihre Ergebnisse mit Freunden vergleichen und miteinander interagieren. In einem Interview bezeichnete CPO Niklas Brackmann die App einmal als „Digitale Umkleidekabine“. Die Plattform soll eine soziale Plattform werden, auf denen sich Spieler zwischen den Spielen austauschen.

Noch ist das Startup auf Wachstumskurs und möchte vor allem eine starke Community aufbauen. „Während die Zahl unser Nutzer:innen weiter steigert, ist unser primäres Anliegen ein richtig cooles Produkt zu bauen“, erläuterte Brackmann seine Strategie im Sommer bei Deutsche-Startups.de. Mit Erfolg: In 94 Prozent aller Teams in Deutschland hätte schon mindestens ein Spieler Prematch. Vorerst wolle man "nicht auf Kosten der Nutzer monetarisieren" sagt CEO Röhle im Gespräch mit Gründerszene, wichtig sei das "richtige Timing".

Das Team hat Fußball im Blut

Mehrere Mitarbeiter des Startups spielen gemeinsam Fußball und treten in der Kreisliga D an. Darunter das C-Level: Lukas Röhl im Sturm, Niklas Brackmann, CPO, in der Offensive und Fiete Grünte, CTO, als Außenverteidiger. Man wolle als Unternehmen nah am Thema bleiben, um ein Produkt "für die Community" zu bauen – und nicht "nur nebenherzulaufen" sagt Röhle im Gespräch mit Gründerszene anlässlich der aktuellen Finanzierungsrunde. Die Liebe zum Amateur-Fußball verbinde sie mit ihren prominenten Business Angels. Übrigens: Der Amateurverein der drei Gründer heißt FC Calcio Colonia – wer ihn auf Prematch nachschauen will.