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Zwangsvollstreckung gegen Granini: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Vorstandschef Berger ein

·Lesedauer: 2 Min.

Ein ehemaliger Geschäftspartner von Granini in Russland versucht seit Jahren eine Forderung von rund 60 Millionen Euro gegen den Safthersteller Eckes-Granini durchzusetzen. Ein russisches Schiedsgericht hatte Axel Hartmann diese Summe zuvor als Schadensersatz zugesprochen. Das Unternehmen weigert sich jedoch, das Urteil zu akzeptieren und wehrt sich mit allen juristischen Mitteln gegen eine Vollstreckung.

Zuletzt hatte Axel Hartmann über seine Anwälte Strafanzeige gegen Granini-Chef Tim Berger erstattet, berichtete Business Insider. Demnach soll das Management gezielt Vermögenswerte in Ungarn vor einer Pfändung versteckt haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren (AZ. 3500 Js 20884/21) wegen mangelnden Tatverdachts eingestellt.

Wie aus einem Schreiben des Obersten Gerichtshofes in Ungarn hervorgeht, wird die Vollstreckung gegen den Schuldner Eckes-Granini überprüft. Mit einer Entscheidung sei demnach erst Mitte 2022 zu rechnen, heißt es darin. Damit wartet die ungarische Justiz offensichtlich ein anhängiges Verfahren beim Oberlandesgericht Koblenz ab. Hier versucht Granini darzulegen, dass der russische Schiedsspruch nicht rechtmäßig erfolgt ist. Sollten sich die Richter der Haltung des Saftherstellers anschließen, dürfte dies wohl auch Auswirkungen auf andere europäische Gerichte und die dortigen Vollstreckungsmaßnahmen haben.

Vor fast zwei Jahren gingen Hartmann und Granini eine Partnerschaft ein. Der deutsche Vertriebsprofi sollte dem Safthersteller zum Durchbruch in Russland verhelfen. Nach anfänglichen Erfolgen zerbrach die Beziehung aber plötzlich. In der Folge gingen Hartmanns Firmen pleite und er klagte vor einem russischen Schiedsgericht auf Schadensersatz. Im Urteil heißt es, dass die Liquidation der russischen Granini-Tochterfirma nicht den Rechtsnormen entsprochen habe. Bei der Entscheidung, die in Deutschland getroffen wurde, sei es darum gegangen, möglichst viel Geld aus dem Unternehmen zu ziehen, auch wenn dadurch der deutsche Geschäftspartner "auf rechtswidrige und vorsätzliche Art geschädigt wurde". Zwar versuchte Granini in Russland "die Willkürentscheidung" anzufechten, scheiterte dabei aber in allen Instanzen.

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