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Warum Zuckerberg, Ivanka Trump und die Reichen und Berühmten der Welt gerade zu einer üppigen Party in Indien strömen

Ivanka Trump kommt zur Pre-Party der Ambani-Hochzeit in Jamnagar, Indien, an. - Copyright: Ajit Solanki/AP
Ivanka Trump kommt zur Pre-Party der Ambani-Hochzeit in Jamnagar, Indien, an. - Copyright: Ajit Solanki/AP

Bill Gates, Mark Zuckerberg und Sundar Pichai gehören zu den vielen US-amerikanischen Wirtschaftsführenden und anderen Prominenten wie Ivanka Trump, die zu einer Vor-Hochzeitsparty in Indien eingeladen sind. Gastgeber an diesem Wochenende ist der reichste Mensch Asiens.

Die Schar der Technologie-, Finanz- und Medienbosse auf Mukesh Ambanis dreitägiger Party unterstreicht seinen globalen Einfluss. Aber er führt auch die wachsende Bedeutung Indiens für ausländische Unternehmen vor Augen.

Ambani besitzt einen Anteil von 42 Prozent an Indiens größtem privaten Unternehmen, Reliance Industries. Mit einem Vermögen von umgerechnet 102 Milliarden Euro rangiert er auf Platz 11 des Bloomberg Billionaires Index. Gleich hinter ihm liegen im Ranking der Milliardärinnen und Miliardäre die Alphabet-Gründern Larry Page und Sergey Brin. An diesem Wochenende richtet er die Feierlichkeiten für seinen jüngsten Sohn Anant und dessen Verlobte Radhika Merchant aus.

Beste Voraussetzungen für ausländische Unternehmen

Der Einfluss des hundertfachen Milliardärs auf den heimischen Handel macht ihn zu einem mächtigen Partner für westliche Unternehmen. Insbesondere solche Unternehmen könnten den Kontakt zu Abani suchen, die versuchen, auf dem indischen Markt Fuß zu fassen. Meta, Alphabet, Qualcomm und Intel haben zum Beispiel in den vergangenen Jahren in die Telekommunikationstochter von Reliance, Jio Platforms, investiert.

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US-Führungskräfte sind bestrebt, sich mit Ambani und Reliance zu verbünden, weil sie sich erfolgreiche Geschäft in Indien erhoffen.

Mukesh Ambani, hier mit seiner Frau Nita, ist Gastgeber für die Vorab-Feier anlässlich der Hochzeit seines Sohnes. - Copyright: Prodip Guha/Getty Images
Mukesh Ambani, hier mit seiner Frau Nita, ist Gastgeber für die Vorab-Feier anlässlich der Hochzeit seines Sohnes. - Copyright: Prodip Guha/Getty Images

Im südasiatischen Land können Unternehmen Menschen zu einem verhältnismäßig geringen Lohn beschäftigen. Auch finden sie einen großen Pool an technischen Talenten sowie eine gewisse Vertrautheit mit einer englischsprachigen Demokratie vor.

Vielen Unternehmen erweiterten in den vergangenen Jahren ihre globale Präsenz und nahmen Indien als attraktiven Geschäftsstandort wahr. In China hingegen schlossen während der Pandemie die eigentlich verlässlichen Fabriken. Zudem haben viele politische und rechtliche Herausforderungen in dem Land US-Unternehmen veranlasst, sich anderweitig umzuschauen.

Indien befindet sich in einer technischen Revolution

Überdies befindet sich Indien mitten in einer technologischen und finanziellen Revolution. Immer mehr Inderinnen und Inder nehmen mit steigendem Einkommen digitale Zahlungen, Online-Kommunikation und E-Commerce in Anspruch. "Was ich in Indien sehe, ist, dass viele Menschen in die Mittelschicht aufsteigen, und ich bin zuversichtlich, dass wir einige von ihnen davon überzeugen können, ein iPhone zu kaufen", sagte Apple-CEO Tim Cook auf einer Bilanzkonferenz im Mai vergangenen Jahres. "Ich habe wirklich das Gefühl, dass Indien an einem Wendepunkt steht, und es ist großartig, dort zu sein."

Bei einer weiteren Telefonkonferenz im August wies Cook darauf hin, dass Apple einen "sehr, sehr bescheidenen" Anteil am zweitgrößten Smartphone-Markt der Welt hat. Indien stelle aus diesem Grund eine "riesige Chance" für den Konzern dar.

Cooks Äußerungen erklären, warum Apple im vergangenen Jahr seine ersten beiden Geschäfte in Indien eröffnete. Das lohnte sich: Im vierten Quartal erzielte der Tech-Riese einen neuen regionalen Umsatzrekord.

Tim Cook wohnte der Eröffnung des ersten Apple Stores in Neu-Delhi im April 2023 bei. - Copyright: Hindustan Times/Getty Images
Tim Cook wohnte der Eröffnung des ersten Apple Stores in Neu-Delhi im April 2023 bei. - Copyright: Hindustan Times/Getty Images

Auf einer Telefonkonferenz im April bezeichnete Ted Sarandos, Co-CEO von Netflix, Indien angesichts der "enormen Bevölkerung, die Unterhaltung liebt", als einen "großen Gewinn". In der Zwischenzeit hat Meta in seinem jüngsten Jahresbericht Indien als eine der drei größten Quellen für das zurückliegende Wachstum der aktiven Nutzenden im zurückliegenden Jahr hervorgehoben. Amazon verzeichnete während des einmonatigen Great Indian Festival im vierten Quartal rund eine Milliarde Kundenbesuche auf seiner Website, darunter vier Millionen, die zum ersten Mal bei Amazon einkauften. Darüber hinaus hat Microsoft Indien als einen der Haupttreiber für das Wachstum der LinkedIn-Mitgliederzahlen angepriesen. Die Zahl der Nutzenden stieg dort im ersten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 100 Millionen.

Profite, Partnerschaften und Parteien

Indien ist eindeutig ein wichtiger Wachstumsmotor für einige der größten amerikanischen Unternehmen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie diesen Markt weiter erschließen wollen. Die Ambani-Veranstaltung vor der Hochzeit bietet die Gelegenheit, mit einem der mächtigsten Männer Indiens und seiner Familie das Brot zu brechen, sich mit dem "Who is Who" der Branchenführer zu treffen, lokale Geschäfte zu besprechen und abzuschließen und eine der wohl extravagantesten Partys des Jahres zu genießen. Es ist also keine Überraschung, dass die amerikanische Wirtschaftselite in Scharen kommt.

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