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Wissenschaftler warnten Merkel vor 25 Jahren vor Klimawandel

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 3 Min.

Vor 25 Jahren wurde die damalige Umweltministerin Angela Merkel vor den Folgen des Klimawandels gewarnt. Die Katastrophe blieb bisher aus, doch die Welt steuert nach wie vor darauf zu.

Heute demonstriert die Fridays-for-Future-Bewegung wieder gegen den Klimawandel. (Symbolbild: Getty)
Heute demonstriert die Fridays-for-Future-Bewegung wieder gegen den Klimawandel. (Symbolbild: Getty)

Am heutigen Freitag hat die Klimabewegung Fridays for Future wieder zu deutschlandweiten Demonstrationen gegen den Klimawandel aufgerufen. Mit einem globalen Klimastreik wollen die großteils jungen Aktivisten auf die dringliche Lage hinweisen. Nach wie vor ist eines der Hauptthemen der CO2-Ausstoß, den industrialisierte Gesellschaften vermehrt produzieren und der unumkehrbare Folgen für das Klima der Erde haben wird, sollten keine radikalen Änderungen geschehen.

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Diese Erkenntnis ist nicht erst durch Greta Thunberg und die von ihr ins Leben gerufene Fridays-for-Future-Bewegung an die Öffentlichkeit gelangt. Das zeigt pünktlich zum Protesttag ein Rückblick der ARD-Tagesschau. In der Nachrichtensendung vom 17. März 1995 berichtet die Redaktion über einen warnenden Bericht, den der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung damals an die amtierende Umweltministerin unter der Regierung Helmut Kohls überreichte. Der Name der aufstrebenden Politikerin: Angela Merkel. Das Ergebnis der Wissenschaftler lautete damals: “Wenn weiterhin gleiche Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangten, wäre ein Gegensteuern in rund 25 Jahren nicht mehr möglich.”

Die Klimakatastrophe, vor der der Beirat die Bundesregierung warnte, ist zwar 25 Jahre später nicht in allen vorhergesagten Konsequenzen eingetreten. Dennoch lassen sich weltweit vermehrt die verheerenden Folgen der Erderwärmung wahrnehmen. Die Pole schmelzen weiter, Wetterextreme nehmen zu. Die Buschfeuer in Australien, die Waldbrände an der US-Westküste und das Absinken des Grundwassers bei gleichzeitigem Regenmangel sind mehr als eindeutige Warnsignale. Trotzdem geht der Kohlendioxid-Ausstoß global betrachtet nach wie vor weiter nach oben.

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Zwar ist es in Deutschland seit der Warnung vor 25 Jahren gelungen, die CO2-Emissionen um gut ein Drittel zu senken. In diesem Jahr kamen bisher bereits 48 Prozent des Stroms in Deutschland aus erneuerbarer Energie. Eine neue Reform von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will diesen Anteil bis 2030 auf 65 Prozent steigern. Den Klimaaktivisten ist das aber zu wenig. Sie fordern deshalb die Einhaltung des internationalen Pariser Klimaabkommens. Mit diesem sollte sicher gestellt werden, dass die Klimaerwärmung bei 1,5 Grad aufgehalten wird. Für Deutschland soll die Klimaneutralität beschleunigt werden. Statt 2050 soll der Ausstoß der Treibhausgase schon 2035 bei Null sein, fordert die Fridays-for-Future-Bewegung.

Im Video: Ursachen und Folgen des Klimawandels