Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.544,39
    -96,08 (-0,61%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.089,30
    -27,47 (-0,67%)
     
  • Dow Jones 30

    34.935,47
    -149,06 (-0,42%)
     
  • Gold

    1.812,50
    -18,70 (-1,02%)
     
  • EUR/USD

    1,1872
    -0,0024 (-0,20%)
     
  • BTC-EUR

    35.621,15
    +172,88 (+0,49%)
     
  • CMC Crypto 200

    955,03
    +5,13 (+0,54%)
     
  • Öl (Brent)

    73,81
    +0,19 (+0,26%)
     
  • MDAX

    35.146,91
    -126,01 (-0,36%)
     
  • TecDAX

    3.681,37
    +1,63 (+0,04%)
     
  • SDAX

    16.531,16
    -34,57 (-0,21%)
     
  • Nikkei 225

    27.283,59
    -498,83 (-1,80%)
     
  • FTSE 100

    7.032,30
    -46,12 (-0,65%)
     
  • CAC 40

    6.612,76
    -21,01 (-0,32%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.672,68
    -105,59 (-0,71%)
     

Wise-IPO: Feuerprobe für Londons Börse nach dem Brexit

·Lesedauer: 4 Min.
Die Wise-Gründer Taavet Hinrikus (links) und Kristo Käärmann.
Die Wise-Gründer Taavet Hinrikus (links) und Kristo Käärmann.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Wise, eines der größten britischen Fintech-Unternehmen, steht kurz vor dem Börsengang in London. Der IPO wird als Test für London als Finanzstandort nach dem Brexit gesehen. Das Geldtransferunternehmen hat sich dafür entschieden, seine Aktien direkt an der London Stock Exchange zu notieren, ähnlich wie Spotify dies in den USA getan hat.

Die ersten Aktien werden wohl kurz nach 11:22 Uhr Ortszeit in London gehandelt. Wise, früher bekannt als Transferwise, wurde 2010 von den estnischen Freunden Taavet Hinrikus und Kristo Käärmann gegründet, nachdem die beiden über die hohen Gebühren für den Geldtransfer zwischen Großbritannien und Estland frustriert waren. Sie fanden daraufhin einen neuen Weg, grenzüberschreitende Überweisungen zum realen Wechselkurs anzubieten. Der Dienst erwies sich bei den Briten als beliebt und expandierte schnell ins Ausland. Heute soll Wise nach eigenen Angaben über zehn Millionen Kunden haben. Wise konkurriert mit etablierten Anbietern wie Western Union und Moneygram sowie Fintech-Neulingen wie Revolut und Worldremit. Im Gegensatz zu vielen über Risikokapital finanzierten Technologieunternehmen ist Wise seit Jahren profitabel. [Mehr bei CNBC]

Auf Gründerszene: Eigentlich wurde eine coronabedingte Insolvenzen-Welle erwartet. Doch die blieb aus. Insolvenzrechtler Friedemann Schade sagt im Gespräch mit Gründerszene: „Definitiv, die Verfahrenszahlen sind deutlich geringer als in den Vorjahren und niedriger als von vielen erwartet. Wir merken das auch in der täglichen Arbeit.“ Seiner Meinung nach ist jetzt sogar ein Startup-Boom möglich. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Nextdoor fusioniert mit einer speziellen Akquisitionsgesellschaft, um auf diese Weise an die Börse zu gehen. Der Deal wird das Social-Media-Netzwerk mit rund 4,3 Milliarden US-Dollar bewerten. Nextdoor betreibt eine App, die Menschen in der Nachbarschaft miteinander verbindet. Das in San Francisco ansässige Unternehmen ist nach eigenen Angaben in mehr als 275.000 Stadtteilen in elf Ländern aktiv. In den USA nutzt laut Nextdoor fast jeder dritte Haushalt die App. Das von CEO Sarah Friar geführte Unternehmen ist zum Teil davon abhängig, Werbung an kleine Unternehmen zu verkaufen. Die geplante Fusion wird Nextdoor einen Bruttoerlös von rund 686 Millionen US-Dollar einbringen, von denen ungefähr 270 Millionen Dollar aus einer Platzierung von Fonds und Konten stammen werden. [Mehr bei The Information, Bloomberg und Wall Street Journal]

Microsoft hat den Cloud-Milliardenauftrag des Pentagon vorübergehend verloren. Der Zuschlag an den Softwarehersteller war Ende 2019 vergeben worden. Amazon war dagegen sogar gerichtlich vorgegangen. Der frühere Amazon-Chef Jeff Bezos lag im Clinch mit dem damaligen US-Präsident Donald Trump, dem er vorwarf, die Entscheidung des Großauftrags zugunsten von Microsoft beeinflusst zu haben. Nun will das Ministerium tatsächlich neue Angebote einholen und dabei Microsoft und Amazon an den Tisch holen. [Mehr bei Handelsblatt, CNBC und Wall Street Journal]

Didis Aktien sind am Dienstag um mehr als 19 Prozent abgestürzt. Der tiefe Fall weniger als eine Woche nach der Notierung der chinesischen App an der New Yorker Börse folgte auf Ankündigungen der chinesischen Behörden, die Cybersicherheit des Fahrdienstleisters überprüfen zu wollen. Augenblicklich können keine neuen Nutzer die App herunterladen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass China umfassende neue Regeln für die Börsennotierung chinesischer Unternehmen im Ausland einführen möchte. Diese könnten künftig vielen chinesischen Unternehmen den Weg versperren, außerhalb Chinas an die Börse zu gehen. [Mehr bei CNBC und The Information]

Weibo, ein chinesischer Kurznachrichtendienst und Twitter-Rivale, könnte von der Börse genommen werden. Weibo-Verwaltungsratschef Charles Chao, der über seine Holding New Wave 45 Prozent an Weibo hält, möchte den restlichen Aktionären gemeinsam mit einer Staatsfirma aus Schanghai ein Übernahmeangebot über 90 bis 100 Dollar je Aktie machen. Dies würde Weibo, das an der US-amerikanischen Technologiebörse Nasdaq notiert ist, mit mindestens 20 Milliarden US-Dollar bewerten. Weibo dementierte die Nachrichten jedoch in einer Presseerklärung. [Mehr bei Handelsblatt und Reuters]

Investitionen: Das dänische Startup Pleo, das Software für das Management von Unternehmensausgaben entwickelt sowie verknüpfte „intelligente“ Zahlungskarten verkauft, hat Investitionen über 150 Millionen US-Dollar erhalten . Die von Bain Capital Ventures und Thrive Capital angeführte Finanzspritze verschafft Pleo die begehrte „Einhorn“-Bewertung von über einer Milliarde Dollar. Das Unternehmen wird derzeit sogar auf 1,7 Milliarden Dollar geschätzt. [Mehr bei CNBC]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Laut eines Medienberichts will Gorillas-Gründer Kagan Sümer künftig nicht nur Einkäufe in Rekordtempo ausliefern, sondern auch Bankkonten anbieten. Es wäre ein Schritt, den derzeit viele Startups gehen. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Mittwoch!

Eure Gründerszene-Redaktion

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.