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'Wirtschaftsweiser' sieht große Risiken für Konjunktur

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorsitzende der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, sieht große Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und hat Erwartungen von Firmen an Öffnungspläne gedämpft. Feld sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Man kann alle möglichen Pläne aufstellen. Aber wenn eine dritte Welle kommt, werden diese hinfällig sein." Die Virusvarianten seien eine allgemeine Unsicherheit, die auch ökonomisch durchschlage.

Feld kündigte an, dass der Sachverständigenrat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr nach unten korrigieren wird. In der im November vorgelegten Prognose gehen die "Wirtschaftsweisen" von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,7 Prozent im Jahr 2021 aus. Im März wird der Rat seine aktualisierte Konjunkturprognose veröffentlichen.

"Aktuell können wir nicht mehr ganz so optimistisch sein wie im November", sagte Feld. "Eine 3 vor dem Komma ist noch möglich, wenn weitere Grenzkontrollen vermieden werden und es nach dem Lockdown zu schrittweisen Öffnungen kommt. Dann kann es ab dem zweiten Quartal zu einem kräftigen Wachstum kommen."

Feld sieht aber weiter große Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung. "Wenn sich die Virusvarianten weiter verbreiten und es zu einer dritten Welle kommt, sind alle Prognosen Makulatur." Dazu müsse abgewartet werden, wie erfolgreich die Impfungen verliefen.

Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2021 um 3,0 Prozent. Dies ist weniger als zuvor erwartet.