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Nach Widerstand gegen Wunschkandidaten von Volker Wissing: CDU-Mann Michael Güntner soll neuer Chef der Autobahn GmbH werden

Michael Güntner (rechts) war unter Andreas Scheuer (CSU) beamteter Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium – und blieb es zunächst auch unter FDP-Mann Volker Wissing (links). - Copyright: Photothek/Janine Schmitz/Andreas Arnold/picture alliance/dpa
Michael Güntner (rechts) war unter Andreas Scheuer (CSU) beamteter Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium – und blieb es zunächst auch unter FDP-Mann Volker Wissing (links). - Copyright: Photothek/Janine Schmitz/Andreas Arnold/picture alliance/dpa

Bei der Besetzung des Chefpostens bei der bundeseigenen Autobahn GmbH zeichnet sich eine Überraschung ab. Michael Güntner soll neuer Vorsitzender der Geschäftsführung bei dem Staatsunternehmen werden. Der Ex-Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium ist ein CDU-Mann und könnte in der nächsten Woche vom Aufsichtsrat gewählt werden. Zuvor war Minister Volker Wissing (FDP) mit dem Versuch gescheitert, einen Parteifreund in die Spitzenposition zu bringen.

Güntner kam unter dem Pannenminister Andreas Scheuer (CSU) ins Verkehrsministerium. Wissing beließ den Juristen nach dem Regierungswechsel noch ein halbes Jahr im Amt. Zuletzt war Güntner als Anwalt in Berlin niedergelassen. Aus seiner Zeit im Ministerium kennt Güntner auch die Autobahngesellschaft: Bis März vergangenen Jahres stand der 50-Jährige an der Spitze des Aufsichtsrats.

Dann übernahm der parlamentarische Staatssekretär Oliver Luksic (FDP) den Vorsitz des Kontrollgremiums – und musste in den vergangenen Monaten einen Fehler seines Ministers ausbügeln.

Über die Deutsche Presse-Agentur hatte Wissing im April verkünden lassen, dass Stefan Birkner neuer Chef der Autobahn GmbH werden soll. Doch der Aufsichtsrat hatte diese Personalie nicht abgesegnet, vor allem die Arbeitnehmervertreter stellten sich quer, nachdem der Minister sie übergangen hatte. Nicht nur das: Birkner war Spitzendkandidat und Landeschef der FDP in Niedersachsen. Das brachte Wissing zusätzlich in Erklärungsnot. Sein Wunschkandidat sprang ab, nachdem der Aufsichtsrat beschlossen hatte, Personalberater nach weiteren Kandidaten suchen zu lassen.

Autobahn-Aufsichtsrat soll in der nächsten Woche entscheiden

Zuletzt war in Aufsichtsratskreisen damit gerechnet worden, dass die 13.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH mindestens bis Herbst ohne Chef dastehen. Nun naht eine Lösung noch vor dem Ende der Sommerpause. Am nächsten Dienstag will das Präsidium des Aufsichtsrats Güntner den übrigen Kontrolleuren vorschlagen. Dann fällt die Entscheidung über die Top-Personalie.

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Güntner gilt als jemand, der über die Autobahn GmbH genau Bescheid weiß. Das "Handelsblatt" beschrieb den früheren Direktor der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zudem als "exzellenten Kenner des Parlamentsbetriebs".

Daneben soll Dirk Brandenburger in die neu geschaffene Position eines Technischen Geschäftsführers gewählt werden. Auch ihn hatte Wissing im Frühjahr als zukünftige Führungskraft präsentieren lassen. Deshalb war in den vergangenen Monaten offen geblieben, ob Brandenburger tatsächlich von der Projektgesellschaft Deges zur Autobahn GmbH wechseln wird. "Die beiden Kandidaten ergänzen sich hervorragend", erklärte Aufsichtsrats-Chef Luksic am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Ein weiterer Geschäftsführer verlässt die Autobahn GmbH

Damit bahnt sich zum Ende des Jahres ein kompletter Führungswechsel bei dem Staatsunternehmen an, das für 13.000 Kilometer Straße verantwortlich ist. Denn: Wie jetzt bekannt wird, geht in den nächsten Monaten nicht nur Finanz-Chefin Anne Rethmann. Auch der für das Personal zuständige Geschäftsführer Gunther Adler verlässt die Autobahn GmbH. Um die die Stellen von Rethmann und Adler nachzubesetzen, soll laut Autobahn GmbH nun ein weiteres Auswahlverfahren gestartet werden.

Insider hatten in der Vergangenheit von einem "Dauerkrieg" zwischen Adler und den übrigen Geschäftsführern berichtet. Dann hatten Autobahn-Chef Stephan Krenz und nach ihm auch Rethmann jeweils ihren Abschied angekündigt. Anders als Rethmann räumte Krenz seinen Posten bereits im Juli.