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WHO-Chef sieht gerechte Verteilung etwaigen Impfstoffs als zentral

GENF (dpa-AFX) - Für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die gerechte Verteilung eines etwaigen Impfstoffs oder eines Medikaments gegen das Coronavirus eine zentrale Messlatte für den Erfolg im Kampf gegen Covid-19. Niemand könne eine Welt akzeptieren, in der einige Menschen geschützt seien, andere aber nicht, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. "Niemand von uns ist sicher, bis jeder sicher ist." Tedros zeigte sich sehr angetan von der Geber-Konferenz unter Führung der EU zur weiteren Anschubfinanzierung der Forschung gegen Covid-19. Die von verschiedenen Staaten am Montag versprochenen 7,4 Milliarden Euro seien ein starkes und inspirierendes Zeichen weltweiter Solidarität.

Tedros wies außerdem auf die mangelhafte Hygiene-Ausstattung vieler Gesundheits-Einrichtungen in der Welt hin. Nur zwei von drei solcher Einrichtungen hätten Hygiene-Stationen zum Desinfizieren der Hände. Und drei Milliarden Menschen fehle es an Seife und fließend Wasser zu Hause. "Das ist ein altes Problem, das neuer und viel umfassenderer Aufmerksamkeit bedarf", sagte der WHO-Chef. Die Gelegenheit zum Händewaschen könne den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.