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WDH/Verlängerung des Schuldenmoratoriums für arme Länder gefordert

·Lesedauer: 1 Min.

(Wiederholung aus technischen Gründen)

BERLIN (dpa-AFX) - Vor Gesprächen der G20-Finanzminister fordert die Entwicklungsorganisation One, das Schuldenmoratorium für die ärmsten Länder der Welt zu verlängern. Die G20-Staaten sollten den Entwicklungsländern einen Aufschub bis Ende 2021 geben - und auch Druck auf private Gläubiger und die Weltbank ausüben, sich dem anzuschließen. "Kein Land der Welt sollte sich zwischen Schuldenrückzahlungen oder Menschenleben entscheiden müssen", erklärte der Direktor von One Deutschland, Stephan Exo-Kreischer. "Damit die ärmsten Länder wieder Luft zum Atmen haben, brauchen wir einen Stopp der Schuldendienste - und zwar sofort."

Die Finanzminister der großen Industrie- und Wirtschaftsnationen hatten sich zuletzt darauf verständigt, angesichts der Corona-Krise alle Zins- und Tilgungszahlungen der 77 ärmsten Länder in diesem Jahr zu stunden. Nach Berechnungen von One könnte ein Schuldenmoratorium bis Ende 2021 bei diesen Ländern rund 51 Milliarden US-Dollar freisetzen, die sie dann nicht mehr zur Rückzahlung ihrer Schulden nutzen müssten. Die Entwicklungsorganisation fordert zudem, auch besonders betroffenen Schwellenländern Schulden zu stunden.