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WDH/Südzucker leidet unter Kostenanstieg und geringeren Absatzmengen

·Lesedauer: 2 Min.

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MANNHEIM (dpa-AFX) - Südzucker <DE0007297004> hat zum Jahresauftakt einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Nahrungsmittel- und Zuckerproduzent begründete dies bei der Vorlage der endgültigen Zahlen am Donnerstag vor allem mit einem veränderten Konsumverhalten der Menschen im Verlauf der Corona-Pandemie sowie höheren Kosten. Während im Vorjahreszeitraum die Verbraucher Produkte wie Zucker oder auch Tiefkühlkost horteten, normalisierte sich das Kaufverhalten im Laufe der vergangenen Monate wieder, wie Südzucker in Mannheim mitteilte.

So verblieb unter dem Strich im ersten Quartal (per Ende Mai) ein Gewinn von 15 Millionen Euro, ein Rückgang von gut 42 Prozent. Das operative Ergebnis nahm wie bereits bekannt um gut ein Fünftel auf 49 Millionen Euro ab, der Umsatz legte dagegen um 5 Prozent auf 1,75 Milliarden Euro zu. Der Konzern hatte bereits Mitte Juni vorläufige Zahlen vorgelegt.

Vor allem der Ergebnisrückgang in den beiden umsatzstärksten Segmenten Zucker und Spezialitäten drückten das Konzernergebnis. Im Zuckergeschäft lag der operative Verlust mit 25 Millionen Euro deutlich über dem des Vorjahresquartals von minus 16 Millionen Euro. Grund waren zum einen gestiegene Produktionskosten. Zudem belasteten geringere Absatzmengen beim Einzelhandel, denn dieser greift laut Südzucker noch auf die im vergangenen Jahr kräftig aufgefüllten Lagerbestände zurück.

Und auch im Bereich der Spezialitäten, zu dem beispielsweise auch Tiefkühlkost gehört, gab es insgesamt rückläufige Absatzmengen sowie gestiegene Rohstoffkosten. Hier sank das operative Ergebnis von 40 auf 34 Millionen Euro.

Auch die erstmals gesondert ausgewiesene Stärke-Sparte, in welcher Stärkeprodukte aus Kartoffeln und Mais sowohl für die Lebensmittel-, als auch Textil- und Pharmaindustrie hergestellt werden, blieb wegen rückläufiger Margen hinter dem Vorjahresergebnis zurück.

Eine gegenläufige Entwicklung gab es hingegen bei der ebenfalls börsennotierten Tochter Cropenergies <DE000A0LAUP1>, die ihr operatives Ergebnis von 8 auf 15 Millionen Euro fast verdoppelte. Auch hier spielte das veränderte Verhalten der Konsumenten eine Rolle, allerdings im positiven Sinne. Obwohl die Rohstoffpreise stiegen, nahm die Kraftstoffnachfrage wieder zu. Der verlängerte Stillstand am Standort Wanze hatte das Ergebnis zudem im Vorjahreszeitraum gedrückt. Das fünfte Segment Frucht blieb auf Vorjahresniveau, wobei die Fruchtzubereitung zulegte, und die Fruchtsaftkonzentrate verloren.

Die Anleger verstimmten die Details zu den Quartalszahlen. Die Aktie fiel am Vormittag zwischenzeitlich um rund fünf Prozent und war Schlusslicht im SDax <DE0009653386>. Vermutlich auch, weil Besserung nur bedingt in Sicht ist. Am Donnerstag wiederholte Südzucker die bereits bei der Vorlage der vorläufigen Quartalszahlen getätigte Aussage von "zahlreichen Verwerfungen", die infolge der Pandemie zu "gegenläufigen Effekten" in den kommenden Quartalen führen können. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22 wurde erneut bestätigt.

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