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WAHL/Wirtschaftsverbände: Lebensnahe Regeln und schlankere Bürokratie

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben eine schlankere und modernere Verwaltung gefordert. Die Bundesregierung müsse für Regeln sorgen, die für Betriebe und Unternehmen nachvollziehbar sind. "Überbordende Bürokratie hemmt unternehmerisches Handeln, Innovation und dringend notwendige Investitionen", sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm. Mit vereinfachten Vorschriften könnten seiner Ansicht nach etwa Klimaziele schneller erreicht werden. Am Donnerstag stellte der Normenkontrollrat seinen Jahresbericht im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel vor. Der Rat hat die Aufgabe, Bürokratie wo möglich zu reduzieren, um Kosten für Bürgerinnen und Bürger, Verwaltungen sowie die Wirtschaft zu verringern.

Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Peter Adrian, betonte die Bedeutung von Wirtschaftsvertretern bei Gesetzgebungsverfahren. "Es ist wichtig, die Wirtschaft frühzeitig in den Gesetzgebungsprozess einzubinden, damit Regelungen effektiver, praxisnaher und moderner gestaltet werden." Mithilfe eines "Praxischecks" könnten Schwachstellen neuer Gesetze offengelegt werden. Auch der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, forderte, Vorgaben müssten sich "stärker an der Lebenswirklichkeit der Betriebe ausrichten".

Nicht nur effizienter, sondern auch digitaler solle Deutschland werden, sagt Rainer Dulger, Präsident des des Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. "Was wir brauchen, ist der große Wurf, einen digitalen Aufbruch im ganzen Land."

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