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Verrückte Gadgets auf der CES in Las Vegas

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. (Bild: DAVID MCNEW / AFP, DAVID MCNEW/AFP via Getty Images)

Wenn die größte Messe für Unterhaltungselektronik ihre Pforten öffnet, offenbart sich den Besuchern auch so manche skurrile Erfindung. Apps, die Muskeln machen, sprechende Yoga-Matten oder VR-Brillen fürs Dixie-Klo – was meinen Sie, hot oder Schrott?

Einmal im Jahr verhilft die größte Unterhaltungsmesse der Welt der ohnehin pulsierenden und bunten Stadt Las Vegas im Bundesstaat Nevada zu ganz besonderem Glanz. Denn dann versammeln sich dort die Technik-Gurus dieser Welt, um ihre neuesten Erfindungen zu präsentieren.

Auf der CES 2020 zeigen mehr als 4.500 Austeller bis zum 10. Januar ihre Neuheiten. Darunter findet sich auch so manches Stück, das irgendwie nicht ganz ernst gemeint sein kann. Oder doch? Entscheiden Sie selbst:

VR-Brille fürs Dixie-Klo

Eine ganz besondere Erfindung für Konzertbesucher hat der Klorollen-Hersteller Charmin in diesem Jahr bei der CES 2020 im Gepäck: V.I.Pee.

 Das ist ein mit Oculus Rift S ausgestattetes Dixie-Klo, in dem die Nutzer auch während des Toilettengangs ihre Lieblingsband auf der Bühne über eine VR-Brille weiterverfolgen können.

Intelligentes Paket

Dem Paket der Firma LivingPackets kann nichts mehr etwas anhaben. Es ist mit Innenkamera ausgestattet, kann das Gewicht des Inhalts anzeigen, misst die Temperatur, Erschütterungen und die Luftfeuchtigkeit.

Die Adressen werden elektronisch angezeigt. Der Versandweg lässt sich mit Hilfe der Technik lückenlos verfolgen. Die Batterie reicht für mehr als 1000 Zustellungen und vollständig recyclebar ist das smarte Paket obendrein.

Sprechende Yoga-Matte

Der indische Anbieter Wellnesys versucht auf der CES mit seiner sprechenden Yoga-Matte zu begeistern. Der Teppich mit dem Namen Yogifi soll den Yoga-Trainer sparen können.

Die smarte Matte verbindet sich mit Sprachassistenten wie Alexa und kann sphärische Klänge abspielen, gibt Anweisungen für Übungen und meldet auch, wenn eine Übung nicht korrekt ausgeführt wurde.

Muskeln via App

Apps, die Ihre Nutzer künstlich altern lassen, machten im vergangenen Jahr haufenweise die Runde. Doch es muss nicht immer alt und faltig sein.

Der US-Hersteller Envision Body zaubert via App aus einem untrainierten, aus den Fugen geratenen Körper das komplette Gegenteil: durchtrainiert, Muskelpepackt, Sixpack inklusive. Nutzer sollen so motiviert werden, abzunehmen.

Automatische Klorollen-Lieferung

Das Geschäft ist verrichtet, aber das Toilettenpapier ist alle? Abhilfe soll ein Roboter von Charmin schaffen, der bringt eine neue Rolle zum Thrönchen.

Das funktioniert aber nur, wenn das Smartphone zur Hand ist, über das der RollBot via App  aktiviert wird.

Einkauf per Armband

Sie leiden unter Unverträglichkeiten? Dann ist das Armband von DNANudge vielleicht etwas für Sie?

Mittels eines DNA-Tests werden Unverträglichkeiten des Nutzers ermittelt und im Armband gespeichert. Beim Einkaufen kann das Armband dann durch Scannen der Barcodes die Zutatenlisten von Lebensmitteln erkennen. Über ein grünes oder rotes Lichtsignal gibt es dem Träger dann Bescheid, ob er das Produkt kaufen kann oder nicht.

Kopfkühler für die Nacht

Allen, die nachts keinen Schlaf finden, weil sich das Gedankenkarussel dreht, will die Firma Epp Therapeutics helfen.

Ein mit speziellem Gel gefülltes Stirnband soll im wahrsten Wortsinn für einen kühlen Kopf  sorgen. Die Gehirnregionen sollen so zur Ruhe kommen und dem Träger helfen, schnell und gut einzuschlafen.

Steuerung per Gedanken

Die Kraft der Gedanken sollen Anwender nutzen, um etwa Figuren in Computerspielen zu steuern oder beim Fernsehen ein anderes Programm einzuschalten. Möglich macht es NextMind.

Mittels eines Stirnbands wird ein Sensor am Kopf angebracht. Der misst die Gehirnströme und überträgt sie in Echtzeit in das Geschehen am Bildschirm. Jetzt fehlen nur noch die passenden Produkte dazu.

Na, was meinen Sie? Machen diese Erfindungen Sinn?