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Verbraucherzentralen machen Druck für 9-Euro-Ticket-Nachfolger

BERLIN (dpa-AFX) - Die Verbraucherzentralen haben das vorerst ersatzlose Ende des 9-Euro-Tickets für Busse und Bahnen kritisiert. Die Chefin des Bundesverbands (vzbv), Ramona Pop, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es nun sang- und klanglos auslaufen zu lassen, sei für Verbraucherinnen und Verbraucher die denkbar schlechteste Nachricht. "Das Ticket hat laut Untersuchungen die Inflation gedämpft, Energie eingespart, Geldbeutel und Klima entlastet und einen Impuls für die dringend nötige Verkehrswende gegeben."

Die Sonderaktion läuft am Mittwoch aus. Die 9-Euro-Tickets hatten im Juni, Juli und August jeweils für einen Monat bundesweit Fahrten in Bussen und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ermöglicht. Nach Branchenangaben wurden rund 52 Millionen Tickets verkauft. Der Bund hatte die Aktion mit 2,5 Milliarden Euro zum Ausgleich von Einnahmeausfällen bei Verkehrsanbietern finanziert.

Verbraucherschützerin Pop warnte, das Ende des 9-Euro-Tickets führe jetzt zu einer absurden Situation: "Erst hat die Politik die Leute mit einem günstigen ÖPNV-Ticket angelockt. Nun werden sie mit Preiserhöhungen abgeschreckt - schließlich haben einige Verkehrsbetriebe bereits deutliche Preiserhöhungen angekündigt."

Die vzbv-Chefin forderte: "Die Bundesregierung muss aufhören zu streiten und ein dauerhaft günstiges ÖPNV-Ticket auf den Weg bringen." Sie warb für den Vorschlag eines 29-Euro-Monatstickets, das eine wichtige Entlastungsmaßnahme wäre. Schon jetzt könnten sich viele Menschen mit geringem Einkommen keinen eigenen Pkw leisten, für manche sei selbst der ÖPNV zu teuer. Die Zahlen dürften sich angesichts der aktuellen Energiepreiskrise noch verschärfen.