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USA: Industriestimmung trübt sich überraschend ein

TEMPE (dpa-AFX) - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im April überraschend verschlechtert. Der Einkaufsmanagerindex ISM fiel zum Vormonat um 1,7 Punkte auf 55,4 Punkte, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Tempe mitteilte. Es ist der niedrigste Stand seit Juli 2020. Analysten hatten hingegen im Schnitt einen Anstieg auf 57,6 Punkte erwartet.

Deutlich eingetrübt hat sich Bewertung der Beschäftigungsentwicklung. Der Preisindikator ging auf sehr hohem Niveau zurück. Die Auftragseingänge gaben leicht nach.

Die Industrie werde weiterhin durch die Nachfrage angetrieben, schreibt das ISM in einer Mitteilung. Das Angebot werde jedoch durch anhaltende Lieferengpässe beschränkt. Der Krieg in der Ukraine und die harte Corona-Politik in China hatten zuletzt für fortgesetzte Lieferengpässe gesorgt.

Der Stimmungsindikator für die US-Industrie, der als Gradmesser für das gesamtwirtschaftliche Wachstum gilt, liegt trotz des Rückgangs deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Werte über der Marke deuten auf eine wirtschaftliche Belebung hin. Darunter signalisiert der Indikator eine Schrumpfung.

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