Deutsche Märkte schließen in 6 Stunden 26 Minuten
  • DAX

    13.894,39
    +46,04 (+0,33%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.609,72
    +7,05 (+0,20%)
     
  • Dow Jones 30

    30.814,26
    -177,24 (-0,57%)
     
  • Gold

    1.842,80
    +12,90 (+0,70%)
     
  • EUR/USD

    1,2126
    +0,0042 (+0,3516%)
     
  • BTC-EUR

    30.616,81
    +443,82 (+1,47%)
     
  • CMC Crypto 200

    732,60
    -2,54 (-0,35%)
     
  • Öl (Brent)

    52,57
    +0,21 (+0,40%)
     
  • MDAX

    31.396,57
    +190,09 (+0,61%)
     
  • TecDAX

    3.307,51
    +36,07 (+1,10%)
     
  • SDAX

    15.249,49
    +96,23 (+0,64%)
     
  • Nikkei 225

    28.633,46
    +391,25 (+1,39%)
     
  • FTSE 100

    6.740,63
    +19,98 (+0,30%)
     
  • CAC 40

    5.621,50
    +4,23 (+0,08%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.998,50
    -114,10 (-0,87%)
     

USA beschuldigen Schweiz und Vietnam der Währungsmanipulation

·Lesedauer: 2 Min.

Die Schweiz kämpft gegen die hohe Bewertung ihrer Währung – und wird dafür von den USA gerügt. Auch Deutschland haben die USA kritisch im Blick.

Die US-Regierung hat erstmals die Schweiz und Vietnam der Währungsmanipulation bezichtigt. Beide Länder hätten in den vier Quartalen bis Ende Juni 2020 in unfairer Weise ihre Währungen gegenüber dem US-Dollar beeinflusst, teilte das US-Finanzministerium am Mittwoch in Washington mit. Kurz vor dem Regierungswechsel werden damit noch Konflikte mit zwei weiteren Handelspartnern eskaliert. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung von Präsident Donald Trump solche Vorwürfe bereits gegen China erhoben, dann allerdings im Januar 2020 wieder zurückgezogen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wies die Vorwürfe der Währungsmanipulation in einer Stellungnahme zurück. Die Notenbank wolle trotz der Kritik der USA an ihrer Geldpolitik festhalten und sei weiterhin bereit, angesichts der wirtschaftlichen Lage und des anhaltend hoch bewerteten Frankens „verstärkt“ am Devisenmarkt zu intervenieren, hieß es in dem Statement weiter.

Die SNB bemüht sich schon seit langem, den starken Kursauftrieb beim Franken zu bremsen. Dazu kauft die Notenbank in großem Stil fremde Währungen und bezahlt in Franken. Allerdings hat der Schweizer Franken unter dem Strich dennoch zu wichtigen Währungen wie Euro und US-Dollar an Wert gewonnen – beim Dollar beispielsweise von Mitte 2019 bis heute um bis zu 15 Prozent. Im Gegenzug bedeutet das, dass Dollar-Geschäfte für Schweizer vom Wechselkurs her billiger werden, was amerikanische Exporteure begünstigt.

Auch Deutschland haben die USA schon länger wegen des Verdachts unfairer Währungspraktiken auf dem Kieker – die Bundesrepublik zählt zu zehn Ländern auf einer entsprechenden Beobachtungsliste des Finanzministeriums. Durch eine gezielte Schwächung der eigenen Währung können Länder ihre Exportwirtschaften stärken, da sich deren Waren dadurch im Ausland verbilligen. Trump beschuldigte in den vergangenen Jahren immer wieder große Handelspartner der USA, ihre Währungen zu manipulieren, um so die eigene Wirtschaft zu stützen.