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US-Börsen verzeichnen leichte Gewinne – Handelsstreit bleibt weiter im Fokus

Positive Signale im Handelsstreit zwischen den USA und China heben die Stimmung an den US-Börsen. Die Tesla-Aktie gerät hingegen unter Druck.

Positiv gewertete Signale im US-Zollstreit mit China haben Anleger am Freitag zur Rückkehr an den US-Aktienmarkt ermuntert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent fester auf 27.875 Punkten, der breiter gefasste S & P 500 legte 0,2 Prozent auf 3110 Zähler zu, und der Index der Technologie-Börse Nasdaq rückte ebenfalls 0,2 Prozent auf 8.519 Punkte vor.

Dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zufolge ist die Volksrepublik weiter an einer Einigung mit den USA interessiert. Er betonte aber auch, dass sein Land bei Bedarf bereit sei zurückzuschlagen. US-Präsident Donald Trump sagte, ein Abkommen sei „möglicherweise sehr nahe“.

Er rechne zwar nicht mehr damit, dass das geplante Teil-Handelsabkommen noch in diesem Jahr unterzeichnet werde, sagte Scott Brown, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Raymond James. Aber die für den 15. Dezember geplanten US-Strafzölle könnten verschoben werden.

Einzelwerte im Fokus

Die Nasdaq geriet vorübergehend ins Minus, was nicht zuletzt an Einbußen von gut sechs Prozent bei Tesla lag. Die Vorstellung des neuen Elektro-Pickups kam in der Branche nicht gut an. Wegen seines ungewöhnlichen, kantigen Designs sei der „Cyber Truck“ keine ernsthafte Konkurrenz für die konventionellen Fahrzeuge von Ford oder General Motors (GM), sagte Analyst Dan Levy von der Bank Credit Suisse. Außerdem splitterte auf der Bühne das „Panzerglas“ des Tesla-Trucks, als Metallkugeln darauf geworfen wurden. Ford- und GM legten um jeweils rund zwei Prozent zu.

Positiv verlief der Börsenhandel dagegen für Nordstrom. Die Aktien schossen gut elf Prozent in die Höhe, nachdem der Einzelhändler überraschend gute Gewinnzahlen für das dritte Quartal präsentiert und seine Prognose für 2019 angehoben hatte.

Der Sportbekleidungshändler Foot Locker zog mit Zahlen und Aussagen zur Jahresprognose Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien büßten knapp drei Prozent ein und sackten auf den tiefsten Stand seit Anfang September. Zwar hatte Foot Locker mit seinen Zahlen zum dritten Quartal positiv überrascht, doch dampfte das Unternehmen zugleich seine Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr ein und will künftig auch keine vierteljährlichen Aussagen zum Ausblick mehr geben.

Auch Intuit enttäuschte mit seinem Quartalsbericht, was der Aktie im Nasdaq-Auswahlindex einen Verlust von mehr als vier Prozent einbrockte. Der Software-Anbieter erwartet für sein zweites Geschäftsquartal ein bereinigtes Ergebnis je Aktie, das selbst die niedrigste Analystenschätzung verfehlte.

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