Deutsche Märkte schließen in 6 Stunden 12 Minuten
  • DAX

    14.439,34
    +58,43 (+0,41%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.777,43
    +14,19 (+0,38%)
     
  • Dow Jones 30

    31.802,44
    +306,14 (+0,97%)
     
  • Gold

    1.701,40
    +23,40 (+1,39%)
     
  • EUR/USD

    1,1909
    +0,0056 (+0,48%)
     
  • BTC-EUR

    45.589,33
    +3.411,04 (+8,09%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.096,41
    +72,20 (+7,05%)
     
  • Öl (Brent)

    65,74
    +0,69 (+1,06%)
     
  • MDAX

    31.580,47
    +269,54 (+0,86%)
     
  • TecDAX

    3.281,19
    +29,15 (+0,90%)
     
  • SDAX

    15.101,60
    +151,60 (+1,01%)
     
  • Nikkei 225

    29.027,94
    +284,69 (+0,99%)
     
  • FTSE 100

    6.753,21
    +34,08 (+0,51%)
     
  • CAC 40

    5.914,66
    +11,67 (+0,20%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.609,16
    -310,99 (-2,41%)
     

Umweltverband übt scharfe Kritik an Online-Konferenz zu Endlagersuche

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX)- Nach der ersten Fachkonferenz zur Atommüll-Endlagersuche am Wochenende hat der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) scharfe Kritik am Ablauf der Veranstaltung geübt und echte Bürgerbeteiligung gefordert. Der Beratungstermin habe großen Diskussionsbedarf offenbart, "aber auch massive Mängel und Defizite dieses Formats offengelegt", sagte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt.

Zu der Fachkonferenz, die eigentlich als Präsenzveranstaltung in Kassel hätte stattfinden sollen und pandemiebedingt ins Internet verlagert wurde, hatten sich mehr als 1600 Bürger, Wissenschaftler und Vertreter von Organisationen und Kommunen angemeldet. Im Fokus der Diskussion, zu der sich die Beteiligten von Freitag bis Sonntag zuschalten konnten, stand der Zwischenbericht zur Endlagersuche, den die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im vergangenen Jahr vorgelegt hatte.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten Kritiker befürchtet, dass das digitale Format keine ausreichende Bürgerbeteiligung ermöglichen würde. Die Veranstalter selbst, Fach-Politiker und die BGE verteidigten die digitale Variante und wiesen darauf hin, dass das Gesetz einen strikten Zeitplan für die Veranstaltungen vorsehe.

Der BUND-Vorsitzende Bandt monierte, dass ein "gleichberechtigter Dialog" nicht möglich gewesen sei. Anstatt auf Augenhöhe zu beraten, hätten "moderierte Strukturen" dominiert. Das zuständige Bundesamt für die nukleare Entsorgung (BASE) forderte er auf, "umgehend weitere echte Beteiligungsformate" zu schaffen.

Die Organisatoren selbst zogen eine positive Bilanz. "Die Veranstaltung, die Inhalte und die Moderation waren gut, die Technik hat weitgehend funktioniert und die Geschäftsstelle hat uns nach Kräften unterstützt", hieß es in einer Mitteilung der Vorbereitungsgruppe am Sonntag. In einer Umfrage zum Abschluss der Veranstaltung habe die Mehrheit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Fachkonferenz "insgesamt positiv" bewertet, hieß es darin weiter.