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UBS wegen Credit-Suisse-Integration im Minus - Ergebnis aber besser als erwartet

ZÜRICH (dpa-AFX) -Die Schweizer Großbank UBS CH0244767585 hat im dritten Quartalzwar einen hohen Verlust erlitten. Bereinigt um Kosten für die Integration der Credit Suisse (CS) stand allerdings ein deutlicher Gewinn vor Steuern in den Büchern. Da die UBS lediglich ein ausgeglichenes bereinigtes Vorsteuerergebnis in Aussicht gestellt hatte, schnitt sie damit besser als erwartet ab.

Unter dem Strich schrieb UBS im dritten Quartal einen Verlust von 785 Millionen US-Dollar, wie sie am Dienstag in Zürich mitteilte. Dieses Quartal ist das erste, in dem die CS voll mitgerechnet ist. Im zweiten Quartal war nur der Juni in den UBS-Abschluss mit eingeflossen.

Den Verlust vor Steuern beziffert die UBS für das dritte Quartal auf 255 Millionen. Bereinigt - ohne die Kosten der CS-Integration - lag das Ergebnis bei plus 844 Millionen. Der um Übernahme-Effekte bereinigte Vorsteuergewinn lag auf Gruppenstufe im Vorquartal bei 1,1 Milliarden Dollar.

Die Situation bei der Credit Suisse hat sich laut Mitteilung weiter stabilisiert. Zum ersten Mal seit dem ersten Quartal 2022 seien in einem Vierteljahresabschnitt wieder Neugeldzuflüsse in der Vermögensverwaltung der CS generiert worden, hieß es. Die Bank sprach von ihren Anstrengungen, Vermögen von CS-Kunden zurückzugewinnen.

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Insgesamt hat der UBS-Konzern im dritten Quartal im Kerngeschäft, in der globalen Vermögensverwaltung, einen Nettoneugeldzufluss von 22 Milliarden Dollar akquiriert. Damit verwaltet die UBS auf Gesamtbankstufe per Ende September Vermögen in Höhe von 5373 Milliarden Dollar. Ende Juni waren es noch 5530 Milliarden gewesen.

UBS-Chef Sergio Ermotti zeigte sich sehr zufrieden, dass die Bank im ersten vollständigen Quartal seit der Übernahme der CS bereinigt ein positives Ergebnis erzielt hat. "Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft, denn wir bauen eine noch stärkere und noch sichere UBS, auf die alle wichtigen Anspruchsgruppen stolz sein können."

Mit Blick auf das Marktumfeld zeigt sich die UBS derweil vorsichtig. Der Ausblick für das Wirtschaftswachstum, die Anlagenbewertungen und die Marktvolatilität seien weiterhin schwierig abzuschätzen. Und die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, erhöhten die Unsicherheit beim Wirtschaftsausblick zusätzlich.

Das dürfte sich neben den normalen saisonalen Faktoren im Weihnachtsquartal auf die Transaktionsvolumen der Kunden auswirken. Gleichzeitig geht die Bank aber auch davon aus, dass die Kunden ihre Bareinlagen in renditestärkere Anlagen umschichten werden, was für das laufende vierte Quartal einen Nettozinsertrag auf Vorquartalsniveau erwarten lasse.