Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    12.645,75
    +102,69 (+0,82%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.198,86
    +27,45 (+0,87%)
     
  • Dow Jones 30

    28.335,57
    -28,09 (-0,10%)
     
  • Gold

    1.903,40
    -1,20 (-0,06%)
     
  • EUR/USD

    1,1868
    +0,0042 (+0,36%)
     
  • BTC-EUR

    10.937,04
    -284,99 (-2,54%)
     
  • CMC Crypto 200

    260,05
    -1,40 (-0,54%)
     
  • Öl (Brent)

    39,78
    -0,86 (-2,12%)
     
  • MDAX

    27.279,59
    +90,42 (+0,33%)
     
  • TecDAX

    3.028,89
    -23,22 (-0,76%)
     
  • SDAX

    12.372,64
    -5,62 (-0,05%)
     
  • Nikkei 225

    23.516,59
    +42,32 (+0,18%)
     
  • FTSE 100

    5.860,28
    +74,63 (+1,29%)
     
  • CAC 40

    4.909,64
    +58,26 (+1,20%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.548,28
    +42,28 (+0,37%)
     

Trotz Coronakrise: Kaum Bedarf an einem Büro im eigenen Heim

·Lesedauer: 2 Min.

Ein separates Büro in den eigenen vier Wänden ist beim Erwerb nur selten gewünscht. Das überrascht, schließlich geht der Trend zum Arbeiten von daheim.

23 Prozent der Wohnungskäufer legen Wert auf ein separates Büro. Foto: dpa
23 Prozent der Wohnungskäufer legen Wert auf ein separates Büro. Foto: dpa

Im Zuge der Corona-Pandemie rückt für Arbeitnehmer die Entscheidung in den Blickpunkt, wie und wo sie in Zukunft arbeiten – doch einer Umfrage zufolge spielt das für viele beim Kauf ihres Eigenheims eine untergeordnete Rolle.

Ein heimischer Arbeitsplatz in Form eines separaten Büros in der eigenen Wohnung ist lediglich für 23 Prozent der Wohnungskäufer von großer Bedeutung, ergab eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag des Berliner Projektentwicklers Archigon.

28 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass sie schon einen Platz zum Arbeiten finden würden, und für 37 Prozent ist diese Thematik ohnehin nicht von Bedeutung, da Homeoffice nicht möglich sei. Etwas mehr als drei Viertel aller Wohnungskäufer benötigen somit kein eigenes Büro im Eigenheim – eine Tatsache, die den Auftraggeber der Studie überrascht.

„Wir haben erwartet, dass Wohnungskäufer dem Arbeitsplatz Homeoffice mehr Bedeutung geben“, meint Gunther Hastrich, Gründer und Geschäftsführer von Archigon. „Dies zeigt aber, wie flexibel von zu Hause aus mit Mobiltelefon, Laptop und entsprechender Videokonferenzsoftware gearbeitet werden kann, solange eine gute Internetverbindung vorhanden ist.“ Gleichwohl zeigten sich in der Umfrage auch regionale Unterschiede: So ist ein separater Raum für 30 Prozent der Berliner, Bremer und Hessen von großer Bedeutung.

Der Lockdown hatte vor allem in Deutschland zu einer wahren Trendwende geführt: Während vor der Corona-Pandemie nach Angaben des Ifo-Instituts 39 Prozent der Mitarbeiter zumindest teilweise von zu Hause aus arbeiten konnten, sind es aktuell 61 Prozent. Das Potenzial für Homeoffice ist damit aber noch nicht ausgeschöpft, meinen die Ifo-Experten: Theoretisch könnten 80 Prozent der Firmen Homeoffice-Arbeitsplätze anbieten.

Folgen für den Markt

Der Trend zum Arbeiten von daheim dürfte auch weitreichende Spuren auf dem Immobilienmarkt hinterlassen: Experten erwarten, dass ein Teil der Erwerbstätigen längere Anfahrtsstrecken in Kauf nimmt, wenn er oder sie seltener ins Büro muss. Die Folge: Eine Wohnung oder ein Haus im Grünen wird attraktiver, die Preise für Immobilien dürften im Umland steigen.

Zudem wird debattiert, wie sich die Nachfrage nach Büroimmobilien entwickeln wird. Dass Bürotürme in Großstädten langfristig verwaisen, erwarten aber die wenigsten. Schließlich war in den vergangenen Jahren die Nachfrage so viel höher als das Angebot, dass der Markt nach Einschätzung von Experten einen gewissen Rückgang erleben wird, diesen aber abfedern kann. Denn eines ist aus Sicht der Experten klar: Ein Zurück in die traditionelle Fünf-Tage-Bürowoche wird es in der Post-Corona-Zeit nicht geben.