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Londoner verdient gutes Geld, indem er für andere Schlange steht

·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 2 Min.

Ein Londoner übt einen Traumjob aus. Er verdient mehr als 20 Euro die Stunde, indem er für andere Schlange steht.

Multi Ethnic People Standing In Row On White Brick Wall Background, Profile
Symbolbild: Getty Images

Ist das nun leicht- oder schwerverdientes Geld? Ein Mann aus England geht einer Beschäftigung nach, bei der er nichts anderes zu tun braucht, als für andere Menschen Schlange zu stehen.

20 Pfund Sterling, umgerechnet knapp 24 Euro die Stunde verlangt Freddie Beckitt für seine Dienstleistung, wie der Londoner dem britischen Boulevardblatt The Sun verriet. An guten Tagen könne er schon mal 160 Pfund, rund 190 Euro pro Tag verdienen.

Hohe Kunst oder Macht der Gewohnheit?

Die Arbeit als Warteschlangen-Steher sei nicht anstrengend und sie setze nicht viel Talent voraus, sagt der 31-Jährige bescheiden. Andererseits erklärt er selbstbewusst, dass er die Tätigkeit zu einer "hohen Kunst" erhoben habe.

Letzteres ist wiederum keine große Kunst, wenn man in London lebt – das deutet Beckitt mit einer Bemerkung denn auch an. Soll heißen: Als Londoner ist man Schlange stehen schließlich gewohnt.

Seit drei Jahren stellt der Mann seine Dienstleistung auf dem Minijob-Marktplatz Taskrabbit zur Verfügung, wo außerdem so bemerkenswerte Tätigkeiten wie Haustier-Sitting, Umzugshilfe und Gartenarbeit angeboten werden.

Als Warteschlangensteher arbeitet Beckitt nebenberuflich, hauptberuflich ist er Autor historischer Romane. Der Job sei flexibel und ermögliche es ihm, die Arbeitszeiten an seine Tätigkeit als Schriftsteller anzupassen.

Warten an Stelle wohlhabender Kunden

Meistens steht er für Veranstaltungen wie Kunstausstellungen und Konzerte Schlange. Zu seinen Kunden gehören wohlhabende Menschen, die sich für Eintrittskarten in lästige und Zeit raubende Warteschlangen nicht einreihen wollen oder können.

Seinen Job macht Beckitt offenbar gut. Die Sun zitiert aus einer Kundenbewertung, dem positiven Urteil gemäß sei er "superschnell" und erledige "alles ohne Probleme".

Sieht aus, als habe sich Beckitt einen Traumjob an Land gezogen. Gerne hätte er die Nebentätigkeit zu seinem Hauptberuf gemacht, wie er andeutet. Doch das geht nicht. Warum? Warteschlangen, die für andere Menschen oft gefühlt eine Ewigkeit dauern, sind nicht lang genug, wenn man damit Geld verdienen will.

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