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Trade-Republic-Investor ließ sich dreistelligen Millionenbetrag entgehen

·Lesedauer: 2 Min.
Die Trade-Republic-Gründer: Thomas Pischke, Marco Cancellieri und Christian Hecker.
Die Trade-Republic-Gründer: Thomas Pischke, Marco Cancellieri und Christian Hecker.

Vom Studentenprojekt zu Deutschlands wertvollstem Fintech: Der Berliner Neobroker Trade Republic ist eine Erfolgsgeschichte. Bereits mehr als eine Million Nutzer verwenden die App, um mit Aktien und börsennotierten Indexfonds (ETFs) zu handeln. Auch für frühe Geldgeber des Fintechs machte sich die Beteiligung auf dem Papier schnell bezahlt. Seit im Mai der legendäre Valley-Investor Sequoia Capital einstieg, hat sich die Bewertung von Trade Republic von zuvor rund 600 Millionen Euro auf 4,4 Milliarden Euro vervielfacht. Tendenz steigend.

Ein Investor hat vom Hype um das Fintech zuletzt allerdings nicht mehr profitiert. Die Rede ist von der Berliner Wallstreet Online Capital AG, die das gleichnamige Börsenportal betreibt. Das Unternehmen investierte laut eines Geschäftsberichts im Sommer 2018 rund 885.000 Euro in Trade Republic und sicherte sich im Gegenzug fünf Prozent der Anteile an dem Fintech. Knapp drei Jahre später, im April 2020 und damit in den Anfängen des Corona-bedingten Börsenhypes, verkaufte Wallstreet Online seine Beteiligung wieder. Zwar konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 3,9 Millionen Euro erlösen – ein Gewinn von immerhin knapp drei Millionen Euro. Rückblickend kommt der Ausstieg dem Investor allerdings „teuer“ zu stehen. Denn heute wäre der Anteil an Trade Republic – nach Verwässerung waren es noch 3,3 Prozent – stolze 145 Millionen Euro wert.

Investor baute Konkurrenzprodukt auf – mit Erfolg

Ob sich die Manager der Wallstreet Online Capital angesichts dieser entgangenen Summe ärgern? Wohl eher nicht. Laut des Unternehmens war der vorzeitige Ausstieg beim Fintech schlicht einer strategischen Entscheidung geschuldet. Wie Wallstreet Online vergangenes Jahr mitteilte, hat man sich auf die Entwicklung des eigenen Konkurrenzangebots Smartbroker fokussieren wollen. Schon um Interessenskonflikte mit den weiteren Gesellschaftern von Trade Republic zu vermeiden, war der Ausstieg alternativlos.

Bleibt die Frage, ob sich der Aufbau eines eigenen Neobrokers für Wallstreet Online gelohnt hat? Laut einer Analyse des Branchenportals Finanz-szene.de durchaus: So kam Smartbroker per Ende 2020 bereits auf 70.000 Kunden, die zusammen mehr als vier Milliarden Euro anlegten. Beim Wachstum profitiert die Wallstreet Online Capital AG vor allem von ihren zahlreichen Finanzportalen, die zusammen mehr als 200 Millionen Aufrufe pro Monat verzeichnen sollen. Und auch der Börsenkurs des Berliner Unternehmens scheint vom Aufbau des Trade-Republic-Konkurrenten profitiert zu haben. Kostete eine Aktie der Wallstreet Online Capital AG Anfang 2020 noch gut sechs Euro, sind es inzwischen schon mehr als 25 Euro – ein Wertzuwachs von mehr als 300 Prozent beziehungsweise 280 Millionen nach Marktkapitalisierung.

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