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Tesla Grünheide: Elon Musk macht Verkehrsminister Scheuer Druck bei Schiene, Straße und Radschnellweg

·Lesedauer: 3 Min.
Tesla-Chef Elon Musk und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Grünheide.
Tesla-Chef Elon Musk und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Grünheide.

Eigentlich wollte Elon Musk bei seinem jüngsten Besuch in Berlin und Brandenburg keine Polit-Prominenz empfangen. Der Tesla-Chef wollte sich ein Bild von der Lage auf der Baustelle in Grünheide machen, mit seinen Leuten über die Probleme sprechen, die den geplanten Baustart Anfang Juli unmöglich gemacht haben. Eigentlich.

Am Montagabend postete Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ein Foto von sich und Musk auf dem Baustellengelände, beide Männer sind auf dem Bild vertieft in ein Gespräch. „Was hier in Brandenburg entsteht, ist Zukunft“, schreibt Scheuer darunter. Worüber die beiden gesprochen haben, verrät der Verkehrsminister nicht.

Dabei hatte der Tesla-Chef im Gespräch mit dem CSU-Mann nach Informationen von Business Insider gleich drei drängende Anliegen: Straße, Schiene und einen Schnellfahrradweg.

Autobahnzufahrt direkt auf das Fabrikgelände

Elon Musk wünscht sich eine direkte Zufahrt von der A10 auf das Tesla-Fabrik-Gelände. Die bisherige Zufahrt ist ein wenig kompliziert. Von der Autobahn muss man noch rund einen halben Kilometer bis zum Haupteingang des Werks fahren, die Ausfahrt ist außerdem relativ schmal.

Angesichts der vielen tausend Mitarbeiter, die einmal in der Tesla-Fabrik tätig sein sollen, und des hohen LKW-Aufkommens, das die Factory mit Teilen und Materialien versorgen soll, hätte das ein verkehrstechnisches Problem werden können auf Dauer.

Elon Musk muss sich deswegen aber keine Sorgen machen. Der Bund und die zuständige Autobahn GmbH werden seinen Wunsch erfüllen. Die direkte Ausfahrt auf das Werksgelände soll gebaut werden. Mittlerweile ist die Planung laut Regierungskreisen so weit fortgeschritten, dass der Bau der Ausfahrt sich bereits in der Ausschreibung befindet. Bis diese eigentliche Ausfahrt allerdings fertiggestellt wird, soll vorab eine provisorische Direktausfahrt gebaut werden, für die Tesla selbst die Kosten übernehmen wird.

Gütergleise und Verlegung des nahesten S-Bahnhofes

Der zweite Wunsch des Tesla-Chefs und seiner Mitarbeiter ist ein Güterbahnhof direkt auf dem Fabrikgelände in Grünheide wegen des hohen Materialbedarfs der Fabrik. Die Gleise für den Güterbahnhof müssen allerdings erst gelegt werden. Die Entscheidung obliegt dem Bund, der dabei eine Abwägung von Kosten und Ertrag treffen muss. Lohnt die Investition des Bundes für das Produktionsvolumen und den Ertrag, der am Ende bei einer Produktionsstätte herauskommt?

Business Insider erfuhr aus Regierungskreisen, dass die Entscheidung auch hier zugunsten von Tesla gefallen ist. Die Gleise werden gebaut, die Kosten für die Schienen innerhalb des Werksgeländes trägt allerdings Tesla selbst.

Zu den großen Vorhaben gehört außerdem die rund 50 Millionen Euro teure Verlegung des Bahnhofes Fangschleuse in Grünheide 1,5 Kilometer näher an das Tesla-Werk. Für Planung und Bau veranschlagt das Brandenburger Verkehrsministerium mindestens fünf Jahre. Ziel sei es, den Bund mit bis zu 75 Prozent an den Kosten zu beteiligen.

„Nur am ausgewählten neuen Standort ist eine systembruchfreie ÖPNV-Anbindung unter Nutzung des aufwachsenden Verkehrsangebotes auf der Strecke Berlin-Frankfurt (Oder) für den deutlich größeren Verkehrsanteil mit Bezug zum Tesla-Werk möglich", sagte eine Sprecherin des Brandenburger Verkehrsministeriums auf Anfrage von Business Insider.

"Die Planungen zum Bahnhof Fangschleuse durch die DB AG haben begonnen. Die Lage des Bahnhofs und die damit in Verbindung stehende Fuß- und Radwegeunterführung sind fixiert“, fügte die Sprecherin an.

Konkret plant das Land und der Landkreis eine Schnellfahrradtrasse zwischen dem Bahnhof Fangschleuse und dem Fabrikgelände, damit die Tesla-Mitarbeiter schneller zur Arbeit finden. Das Fahrrad passt symbolisch als emissionsfreies Fortbewegungsmittel gut in das Bild, das Tesla als Marke von sich abgeben will. Nach Informationen von Business Insider hat Elon Musk sich auf für mehr Tempo bei diesem Thema auch bei Verkehrsminister Scheuer starkgemacht.

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